Allschwil BL – Eric Weber dringt in Schule ein und pöbelt auf Pausenhof
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Allschwil BLEric Weber dringt in Schule ein und pöbelt auf Pausenhof

Am Dienstagmorgen musste beim Sekundarschulhaus Allschwil die Baselbieter Polizei gerufen werden. Grund für den Einsatz war der rechtsextreme Basler Grossrat Eric Weber, der sich auf dem Schulgelände aufhielt und Flyer verteilte.

von
Seline Bietenhard
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Wegen des rechtsextremen Grossrats Eric Weber musste am Dienstag an der Sekundarschule Allschwil die Polizei gerufen werden.

Wegen des rechtsextremen Grossrats Eric Weber musste am Dienstag an der Sekundarschule Allschwil die Polizei gerufen werden.

20min/News-Scout
Weber hatte auf dem Pausenhof rassistische Flyer an Schülerinnen und Schüler verteilt und diese beleidigt.

Weber hatte auf dem Pausenhof rassistische Flyer an Schülerinnen und Schüler verteilt und diese beleidigt.

20min/News-Scout
Laut der Schulleitung konnte eine Auseinandersetzung zwischen der Schülerschaft und Weber verhindert werden.

Laut der Schulleitung konnte eine Auseinandersetzung zwischen der Schülerschaft und Weber verhindert werden.

Sekundarschule Allschwil

Darum gehts

  • Der querulante Basler Grossrat Eric Weber verteilte am Dienstagmorgen rassistische Flyer auf dem Pausenhof der Sekundarschule Allschwil.

  • Weiter beschimpfte und beleidigte der Politiker anwesende Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler.

  • Eine Auseinandersetzung konnte verhindert werden.

  • Die Schulleitung rief die Polizei und plant, ein Rayonverbot gegen Weber auszusprechen.

Wegen des Basler Polit-Querulanten Eric Weber musste am Dienstagmorgen an der Sekundarschule Allschwil die Polizei gerufen werden. Der rechtsextreme Grossrat war während der 10-Uhr-Pause auf dem Schulgelände aufgetaucht und habe dort Flyer an die Schülerschaft verteilt.

Laut einem Schüler habe Weber «Wahlflyer» verteilt und die anwesenden Schülerinnen und Schüler rassistisch beleidigt. Es sei laut dem Schüler noch zu einem Gerangel zwischen dem Grossrat und einem Lehrer gekommen. «Unsere Lehrer haben die Polizei gerufen, doch die kamen nicht», sagte der Schüler zu 20 Minuten. Nach dem zweiten Anruf sei die Polizei aber dann angekommen und Eric Weber sei weggerannt.

Weber ignorierte Aufforderung zum Verlassen des Geländes

Der Schulleiter der Sekundarschule Allschwil, Josef Gambon, bestätigt den Vorfall in der 10-Uhr-Pause gegenüber 20 Minuten. «Ich wurde zum Ort gerufen, da es eine grosse Menschenansammlung auf dem Pausenhof gab», so Gambon. Er sei dann informiert worden, dass Eric Weber Flyer mit rassistischem Inhalt an Schülerinnen und Schüler verteile. «Ich ging auf Weber zu und konnte in der Menschenmenge etwas Platz schaffen», sagt Gambon. Er habe dann den Querulanten gebeten, das Schulareal zu verlassen, da er dort nichts zu suchen hatte. Weber sei aber seiner Aufforderung nicht nachgekommen, obwohl der Schulleiter ihn noch ein zweites Mal dazu aufforderte.

«Die Lehrerschaft beschloss dann, dass weitere Verhandlungen mit Herrn Weber keinen Sinn mehr hatten», so Gambon weiter. Weber habe ihn dann auch persönlich beleidigt. Anschliessend sei die Polizei gerufen worden. «Ich blieb weiter in der Nähe und schaute, dass Weber nicht ins Schulgebäude gelangen konnte», sagte Gambon. Der rechtsextreme Politiker sei aber dann trotzdem irgendwie ins Gebäude gelangt, woraufhin der Schulleiter ihn wieder hinausbegleitete.

Rayonverbot gegen Weber

«Auf dem Schulgelände spielten sich daraufhin wegen Eric Weber tumultartige Szenen ab, eine Auseinandersetzung zwischen Schülern und Weber konnte zum Glück verhindert werden», so Gambon zu 20 Minuten. Kurz nach Lektionenbeginn sei dann auch die Polizei vor Ort gewesen. «Die Schulleitung wird nun ein Rayonverbot gegen den gewählten Basler Grossrat aussprechen», sagte Gambon.

Die Baselbieter Polizei bestätigt einen Einsatz bei dem Sekundarschulhaus. Laut dem Polizeisprecher Adrian Gaugler sei die Polizei «wegen einer Person, die auf dem Schulgelände Flyer verteilte» ausgerückt.

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Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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