Aktualisiert 05.04.2014 10:13

Erpressung

Erich Vogel sitzt auf der Anklagebank

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat offiziell Anklage gegen die Spielervermittler Erich Vogel und Peter Bozzetti erhoben. Vogel muss auch bei einem Schuldspruch nicht ins Gefängnis.

von
pwe
Der legendäre Spielervermittler Erich Vogel muss nicht wieder ins Gefängnis.

Der legendäre Spielervermittler Erich Vogel muss nicht wieder ins Gefängnis.

Der Spielervermittler Peter Bozzetti und sein Mentor Erich Vogel sollen zusammen ihren YB-Kollegen Fredy Bickel erpresst haben. Dieser Ansicht ist die Zürcher Staatsanwaltschaft und hat nun Anklage gegen Bozzetti wegen versuchter Erpressung und gegen Vogel wegen Gehilfenschaft erhoben. Dies berichtet der «Tages-Anzeiger» in seiner heutigen Ausgabe.

Die wichtigsten Beweisstücke in diesem Fall sind Aufnahmen einer Wanze, die bei einem Gespräch zwischen Bozzetti, Bickel und dessen Anwalt installiert wurde und einer Telefonaufnahme, in der Vogel Bozzetti zur Erpressung geraten haben soll.

Konkret forderte Bozzetti angeblich auf Anraten Vogels von Bickel einen Posten als Talentscout bei YB und 131'000 Franken, um seine Schulden bei Vogel zu tilgen. Im Gegenzug dazu würde er bei einem Prozess Bickels gegen den «Blick» aussagen. Bickel und YB-Gönner Andy Rihs prozessieren vor dem Zürcher Handelsgericht gegen die Zeitung, weil diese einen unvorteilhaften Vertrag, den Bickel für YB mit Bozzetti unterschrieb, immer wieder hervorkramte.

Die Staatsanwaltschaft fordert für den wegen Bestechung vorbestraften Bozzetti eine Haftstrafe von 30 Monaten und für Vogel 14 Monate bedingt, schreibt der «Tages-Anzeiger». Vogel muss also voraussichtlich nicht mehr ins Gefängnis.

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