Telefon-Mitschnitt: Erich Vogel zieht Anzeige gegen Anwälte zurück
Aktualisiert

Telefon-MitschnittErich Vogel zieht Anzeige gegen Anwälte zurück

Am 29. April hätte der Prozess gegen zwei Anwälte von YB-Sportchef Fredy Bickel beginnen sollen. Nun hat Ex-GC-Manager Erich Vogel einen Rückzieher gemacht.

Erich Vogel war im vergangenen November vom Bezirksgericht wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung schuldig gesprochen worden.

Erich Vogel war im vergangenen November vom Bezirksgericht wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung schuldig gesprochen worden.

Der ehemalige Ex-GC-Manager Erich Vogel hat die Anzeige gegen zwei Anwälte von YB-Sportchef Fredy Bickel zurückgezogen. Vogel hatte den beiden Anwälten vorgeworfen, 2013 zwei Telefonate von ihm unrechtmässig mitgeschnitten zu haben.

«Es stimmt, dass die Anzeige zurückgezogen wurde», sagte Vogels Anwalt Duri Bonin am Freitag zu einem entsprechenden Bericht des Nachrichtenportals watson. Damit entfällt die auf den 29. April vorgesehene Verhandlung am Bezirksgericht Zürich.

Fall bei Obergericht

Details zum Rückzug gab Bonin nicht bekannt. Es sei Stillschweigen unter den Parteien vereinbart worden, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Erich Vogel war im vergangenen November vom Bezirksgericht wegen Gehilfenschaft zu versuchter Erpressung schuldig gesprochen worden. Das Gericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe. Dieses Urteil hat Vogel an das Obergericht weitergezogen.

Dem 75-jährigen ehemaligen Fussballmanager war vorgeworfen worden, 2013 dem Luzerner Spielervermittler Peter Bozzetti beim Versuch geholfen zu haben, YB-Sportchef Fredy Bickel zu erpressen.

Telefone mitgehört

In der Anklageschrift hatte Vogels Anwalt auf zwei Telefonate vom 4. und 9. September 2013 hingewiesen, die über Lautsprecher mitverfolgt worden seien. Die von diesen Gesprächen gemachten Notizen seien dann der Kantonspolizei Zürich übergeben worden.

Die Notizen waren ohne das Wissen von Vogel gemacht worden. Sein Anwalt machte deshalb geltend, die beiden Anwälte hätten sich des mehrfachen Abhörens, Auswertens und der Bekanntgabe fremder, nicht öffentlicher Gespräche schuldig gemacht. (sda)

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