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Erik Buell: «Man spricht Buell einfach wie fuel aus!»

Redaktor Daniel Riesen («Motor Sport Schweiz») plauderte mit Erik Buell über die trendige Harley-Tochter, die kürzlich die 100 000er-Schallmauer durchbrochen hat.

Die Bikes der Marke Buell sind so ziemlich die kleinsten grossen Motorräder. Weshalb?

Erik Buell: Unsere Bikes sind für Leute mit einer ganz speziellen Einstellung zum Motorradfahren. Ich persönlich will Teil des Bikes sein und nicht nur drauf sitzen. Deshalb bauen wir unsere Motorräder so kompakt.

Für Buell ist der europäische Markt viel wichtiger als für Harley-Davidson. Wieso das?

Buell: Klar, die Strassen sind wie gemacht für Buells. Zudem kaufen die Europäer nicht einfach ein Motorrad, weil es trendy ist, sondern aus Überzeugung. Das kommt uns entgegen, denn unsere Bikes sind keine Spielzeuge, man muss sie sich erarbeiten.

Harley exportiert weniger als 20 Prozent nach Europa. Wie siehts bei Buell aus?

Buell: Wir exportieren mehr als die Hälfte unserer Produktion.

Und was hat der Buell-Chef eigentlich bei Harley-Davidson zu sagen?

Buell: Ich bin Teil des Topmanagements.

1993, als Harley bei Buell eingestiegen ist, waren in East Troy 80 Personen beschäftigt. Wie viele sind es heute?

Buell: Am Buell-Hauptsitz arbeiten heute gegen 200 Personen. Nicht dabei sind Sales und Marketing – das erledigt Harley-Davidson ebenso für uns wie die aufwändige Motorenfertigung.

In der Schweiz sprechen die Biker den Namen Buell oft als «Büll» aus. Wie heissts richtig?

Buell: Man sprichts aus, wie mans schreibt, gleich wie «fuel» (Benzin).

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