22.07.2017 17:54

WeltraumspaziergangErkunden Sie mit Street View die Raumstation ISS

Google erweitert das Street-View-Angebot bis in den Weltraum. Interessierte können nun die Internationale Raumstation ISS von Zuhause aus erkunden.

von
swe

Eindrücke von der Street-View-Produktion auf der Internationalen Raumstation ISS (Video: Google).

Seit fast 17 Jahren kreisen wechselnde Teams in einer Höhe von rund 350 Kilometern um die Erde, um zu untersuchen, wie man im All leben und arbeiten kann. Mit Google Street View ist es nun möglich, die Internationale Raumstation ISS in einer Rundum-Sicht auszukundschaften.

Beim Betrachten der insgesamt 15 miteinander verbundenen Module, aus denen die Station besteht, werden verschiedene Zusatzinformationen eingeblendet. Beispielsweise sieht man so, wo die Astronauten trainieren, um sich fit zu halten, oder welche Nahrungsmittel sie zu sich nehmen.

Fotografieren ohne Schwerkraft

«Die Raumstation ist unglaublich gross», erzählt ESA-Astronaut Thomas Pesquet, der ein halbes Jahr auf der ISS verbrachte. «Ich würde mir wünschen, dass dies alle mit ihren eigenen Augen sehen könnten.» Da dies nicht möglich ist, half er, die 360-Grad-Aufnahmen zu erstellen.

In der Schwerelosigkeit konnten die üblichen Street-View-Methoden nicht angewandt werden. Deshalb arbeitete Google mit der Nasa zusammen, um die Fotos mit einer Spiegelreflex-Kamera und mit Material, das bereits in der Raumstation war, aufzunehmen.

Auf der Mission, die im Juni zu Ende ging, wurden zum ersten Mal Street-View-Aufnahmen von ausserhalb unseres Planeten gemacht. Mit an Bord war auch Peggy Whitson, die mit 56 Jahren älteste Frau, die je ins All geflogen ist.

Die Street-View-Ansicht der Internationalen Raumstation finden Sie hier.

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Die ISS blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück: Am 20. November 1998 wurde es ernst mit dem Abenteuer «Internationale Raumstation». Auf dem Weltraumbahnhof Baikonur startete eine unbemannte russische Proton-Rakete mit dem ersten Bauteil für die ISS.

Die ISS blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück: Am 20. November 1998 wurde es ernst mit dem Abenteuer «Internationale Raumstation». Auf dem Weltraumbahnhof Baikonur startete eine unbemannte russische Proton-Rakete mit dem ersten Bauteil für die ISS.

Keystone/AP/Mikhail Metzel
Das Fundament der ISS: Das Fracht- und Antriebmodul «Sarja», hier während seiner Montage im Kosmischen Forschungs- und Produktionszentrum M. W. Chrunitschew.

Das Fundament der ISS: Das Fracht- und Antriebmodul «Sarja», hier während seiner Montage im Kosmischen Forschungs- und Produktionszentrum M. W. Chrunitschew.

Sergey Chirikov
Nur Tage später startete das Space Shuttle Endeavour mit dem Verbindungsknoten «Unity», dem Bindeglied zwischen dem russischen und dem amerikanischen Teil der Station. Die Aufnahme zeigt Astronaut Jim Newman am 7. Dezember 1998 bei Monatgearbeiten an «Unity».

Nur Tage später startete das Space Shuttle Endeavour mit dem Verbindungsknoten «Unity», dem Bindeglied zwischen dem russischen und dem amerikanischen Teil der Station. Die Aufnahme zeigt Astronaut Jim Newman am 7. Dezember 1998 bei Monatgearbeiten an «Unity».

Keystone/-

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