Strassenmord in Basel: Ermittler arbeiten unter Hochdruck
Aktualisiert

Strassenmord in BaselErmittler arbeiten unter Hochdruck

Zwei Tage nach dem brutalen Mord an einem Sri Lanker stecken die Behörden in Basel voll in den Ermittlungen.

von
Jonas Hoskyn

«Die ersten 48 Stunden nach einem Kapitalverbrechen sind entscheidend», sagt Kriminalkommissär Peter Gill. In dieser Zeit ist die Chance, brauchbare Spuren zu sichern und hilfreiche Zeugenaussagen zu erhalten am grössten. Ergebnisse gebe es aber noch keine. Nach wie vor sitzen mehrere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Einer von ihnen soll den 30-jährigen Mann in der Nacht auf Montag auf offener Strasse erschossen haben. Die Staatsanwaltschaft geht beim Motiv nach wie vor von einer Familienfehde unter Landsleuten aus Sri Lanka aus.

«Das hat mich sehr überrascht», sagt Angela Bryner von der Fachstelle Integra­tion Basel. Ihr seien bisher keine Fälle von Familienfehden von Immigranten aus Sri Lanka bekannt gewesen. Viel entscheidendere Faktoren für solche Taten seien ohnehin etwa die Bildung oder die Gleichstellung von Mann und Frau, so Bryner.

Bei Tamilen gebe es aber auch gewisse Risikofaktoren: «Bei ihnen ist es oft so, dass interne Differenzen nicht rausgehen, sondern untereinander geregelt werden», so Bryner. «Das dürfte es auch für die Ermittler ziemlich schwierig machen.»

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