Jackson-Prozess: Ermittlerin räumt Fehler ein
Aktualisiert

Jackson-ProzessErmittlerin räumt Fehler ein

Ein Lichtblick für Dr. Conrad Murray: Michael Jacksons Leibarzt steht beim Prozess um den Tod des Sängers im Fokus. Nun aber entlastet ihn ein Ermittlungspatzer der Behörden.

Die Verteidigung von Michael Jacksons Leibarzt hat am 6. Oktober eine Mitarbeiterin der Gerichtsmedizin hart ins Kreuzverhör genommen. Die Ermittlerin Elissa Fleak, die nach Jacksons Tod in dessen Schlafzimmer Beweismittel einsammelte, räumte vor Gericht ein, dabei Fehler begangen zu haben.

Fleak liess Fingerabdrücke zurück und versäumte es, den Inhalt einer Flasche am Bett des Sängers auf Medikamentenspuren zu testen. Der Herzspezialist Conrad Murray ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Laut Anklage hatte er dem Popstar starke Schlaf- und Narkosemittel gegeben, die im Juni 2009 zum Tod des Sängers führten.

Michael Jackson zu Leverkusen

Die Verteidigung will beweisen, dass der an Schlaflosigkeit leidende Jackson ohne Wissen seines Arztes selbst zu dem Narkosemittel Propofol und einer Handvoll Beruhigungspillen griff.

Der Gerichtsmediziner Dan Anderson sagte am achten Prozesstag aus, dass in Jacksons Körper Spuren zahlreicher Medikamente gefunden wurden, darunter Propofol. Vor den Augen der Juroren hatten die Staatsanwälte am Mittwoch Dutzende Arzneiflaschen und medizinische Behälter aufgestapelt, die die Ermittler in Jacksons Schlafzimmer entdeckt hatten.

(sda)

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