Aktualisiert 24.06.2004 20:57

Ermittlungen gegen Dignitas in England

Englische Medienberichte werfen ein schiefes Licht auf die Praxis der Sterbehilfeorganisation Dignitas. Auf der Insel wird ermittelt.

Nicht zum ersten Mal laufen Ermittlungen gegen die umstrittene Sterbehilfeorganisation Dignitas. Diesmal klagt ein Brite, der seine Mutter verloren hat. «Sie und ihr Mann wurden in der Schweiz getötet, ohne dass sie wirklich todkrank gewesen sind», so David Stokes in der Zeitung «The Guardian». Die Polizei hatte diese Woche die Ergebnisse des Obduktionsberichts bekannt gegeben, der feststellt, dass die beiden an Gift starben.

Jennifer und Robert Stoke reisten 2003 heimlich in die Schweiz, um in Zürich zu sterben. Helfer von Dignitas verabreichten ihnen auf Wunsch einen tödlichen Pillencocktail.

Auf der Insel ist – anders als in der Schweiz – Beihilfe zum Selbstmord strafbar. «Ich weiss, dass in England in diesem Fall ermittelt wird», so der Zürcher Staatsanwalt Andreas Brunner. Dignitas-Boss Ludwig Minelli wollte sich auf Anfrage von 20 Minuten nicht dazu äussern.

Daniel Zumoberhaus

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