Neuseeland: Ermittlungen gegen Google

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NeuseelandErmittlungen gegen Google

Nachdem vergangene Woche Australien Ermittlungen gegen den Suchmaschinenriesen wegen Datenschutzverstössen aufgenommen hat, haben nun auch die Neuseeländer nachgezogen.

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mbu/sda
In der Schweiz hat sich der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür der Angelegenheit angenommen. (Bild: Keystone)

In der Schweiz hat sich der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür der Angelegenheit angenommen. (Bild: Keystone)

Der Datenschutzbeauftragte wies die Polizei an zu prüfen, ob die Firma bei den Kamerafahrten für ihr umstrittenes «Street View»-Programm nebenbei auch E-Mail- und andere Internetdaten von privaten Nutzern sammelte. Das Unternehmen bedaure die Angelegenheit sehr, zitierte die Zeitung «New Zealand Herald» am Donnerstag einen Unternehmenssprecher.

Da die Autos in Bewegung seien und die Aufnahmegeräte an Bord fünf Mal pro Sekunde den Kanal wechselten, könnten nur Fragmente registriert werden. Verschlüsselte Daten seien vom System automatisch gelöscht worden. Erst Anfang der Woche hatte Australien Ermittlungen gegen das Unternehmen wegen der Datensammlung aufgenommen.

Mitte Mai beichtete Google in einem Blog-Post, dass bei Foto-Fahrten mit Street-View-Fahrzeugen auch E-Mails und angesteuerte Internetseiten aus ungesicherten WLAN-Netzen abgegriffen worden seien (20 Minuten Online berichtete). Laut Google soll dies unabsichtlich geschehen sein. Noch Ende April hatte der Suchmaschinenriese versichert, dass lediglich die MAC-Adressen und Namen (SSID) der Funknetze gespeichert werden.

(mbu/sda/sda)

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