Fall Kampusch: Ermittlungen gegen Pannen-Staatsanwälte
Aktualisiert

Fall KampuschErmittlungen gegen Pannen-Staatsanwälte

Weil sie konsequent polizeiliche Erkenntnisse vernachlässigt haben sollen, wird in Österreich gegen fünf Staatsanwälte im Fall Kampusch ermittelt.

Basis der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauchs sei ein Bericht des früheren Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, Johann Rzeszut, hiess es in dem Zeitungsbericht. Demnach haben die für die Klärung des Entführungsfalls zuständigen Staatsanwälte «konsequent und beharrlich entscheidende polizeiliche Ermittlungsergebnisse vernachlässigt». Das teilte am Mittwoch die mit der Leitung der Ermittlungen beauftragte Staatsanwaltschaft Innsbruck mit und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Die Presse».

Natascha Kampusch wurde 1998 im Alter von zehn Jahren auf dem Schulweg von dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil entführte. Achteinhalb Jahre lang hielt er sie in einem unterirdischen Verlies gefangen. Nachdem ihr 2006 die Flucht gelang, nahm sich Priklopil kurz danach das Leben. (sda)

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