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Ernesto bringt NASA-Pläne durcheinander

Wegen des heranziehenden Tropensturms Ernesto hat die NASA ihre startbereite Raumfähre «Atlantis» auf den Weg in den Hangar geschickt. Nach einer Abschwächung des Sturms wurde die Sicherungsaktion gestoppt und das Space Shuttle an die Startrampe zurückgebracht.

Angesichts des Wetters entschied die US-Raumfahrtbehörde NASA, die Raumfähre «Atlantis» in die Montagehalle in Cape Canaveral in Florida zurückzurollen. Dort sollte das Shuttle vor dem Tropensturm in Sicherheit gebracht werden.

Für die 6,8 Kilometer lange Strecke benötigt die NASA zehn Stunden. Die «Atlantis» hatte bereits fast die Hälfte des zwölfstündigen Wegs zum Hangar zurückgelegt. Die Raumfähre sollte eigentlich bereits am Sonntag zur Internationalen Raumstation ISS abheben. Der Start wurde aber zunächst wegen eines Blitzschlags, dann wegen Ernesto verschoben.

Mit dem Flug der «Atlantis» will die NASA dreieinhalb Jahre nach der «Columbia»-Katastrophe den Ausbau der ISS vorantreiben. Die Shuttle-Besatzung von sechs Astronauten unter Leitung von Brent Jett soll die neuen Teile auf einer elftägigen Mission unter anderem bei drei komplizierten Aussenbordeinsätzen montieren.

Der Aufbau der halb fertig gestellten ISS hat sich durch den Absturz der «Columbia» erheblich verzögert. Die zwei Shuttle-Missionen seit der Katastrophe vom Februar 2003 waren der NASA zufolge vor allem Testflüge für die verbesserten Sicherheitsvorkehrungen der Raumfähren. Nach der erfolgreichen «Discovery»-Mission im vergangenen Monat konzentriert sich die NASA nun wieder auf den Bau der ISS. (dapd)

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