Aktualisiert 02.09.2006 10:50

«Ernesto»: Erste Todesopfer in den USA

Jetzt sorgt der Tropensturm «Ernesto» für prekäre Verhältnisse an der US-Ostküste. Fünf Menschen sind tot, bereits ist fast eine halbe Million Haushalte ohne Strom.

Für die Staaten North Carolina, Virginia, Pennsylvania, Maryland und den District of Columbia mit der Hauptstadt Washington galten am Samstag Flutwarnungen, in 400 000 Haushalten fiel der Strom aus. In Virginia und North Carolina wurden die Unwetter für den Tod von mindestens fünf Menschen verantwortlich gemacht.

Dort prasselten bis zu 30 Liter Regen auf den Quadratmeter. Tausende Menschen wurden vorsichtshalber evakuiert. In Ocean City wurden Windgeschwindigkeiten von 98 Stundenkilometern gemessen. In Gloucester (Virginia) kam nach Behördenangaben ein Ehepaar ums Leben, als ein von «Ernesto» entwurzelter Baum auf ihr Haus stürzte. Drei Menschen kamen bei wetterbedingten Verkehrsunfällen ums Leben.

Hurrikan «John» traf derweil am Freitagabend (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern auf die mexikanische Halbinsel Niederkalifornien, hat aber die Touristenzentren in Los Cabos offenbar verschont. «Glücklicherweise wurden wir nicht direkt getroffen», sagte Bürgermeister Luis Armando Diaz.

«John» hat nach Angaben des Hurrikan-Zentrums in Miami eine geringe Ausdehnung, so dass die stärksten Winde nur bis zu 40 Kilometer von seinem Auge entfernt auftreten. Der Sturm der Kategorie 2 traf 65 Kilometer nordöstlich von Cabo San Lucas auf Land. Am frühen Samstagmorgen lag sein Zentrum nahe der Hauptstadt von des südlichen Niederkaliforniens, La Paz.

In Cabo San Lucas und San José del Cabo blieben die grossen Hotels verschont, doch war zunächst noch unklar, ob es grössere Schäden in den armen Aussenbezirken gab. Eine Touristin aus Mexiko-Stadt, die 50-jährige Guadalupe Amezcua, erklärte, das ganze sei wie ein Abenteuer, aber sie habe eines gelernt: «Reise nie in der Hurrikan-Saison». (dapd)

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