Aktualisiert 05.01.2011 10:58

Atomenergie

Erneuerbare Energie statt Mühleberg II

Der Kanton Bern verfügt über das Potenzial, seine Energiezukunft aus erneuerbaren Quellen zu gestalten. Aus dieser Überzeugung lehnt eine Gruppe von rund 50 Wirtschaftsvertretern ein neues AKW in Mühleberg ab.

Erneuerbare Energien seien weltweit auf dem Vormarsch. Rund 62 Prozent der neu installierten Leistung stammten im Jahr 2009 aus erneuerbaren Quellen, betonte Solarunternehmer Urs Muntwyler am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Statt in veraltete Atomtechnologie zu investieren, sollte der Kanton Bern den Trend hin zu erneuerbaren Energien nicht verpassen. Diese garantierten nicht zuletzt Wertschöpfung im Inland. Davon profitierten Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft gleichermassen.

Wichtig sei ein breiter Strommix aus Wasser, Wind, Sonne, Geothermie, Wärmekraftkopplung, Kehricht oder Biomasse, sagte Muntwyler weiter. Der Kanton Bern habe in dieser Hinsicht beste Voraussetzungen.

Allein mit Photovoltaik könnte «Mühleberg» locker eingespart werden, zeigte sich Muntwyler überzeugt. Ausserdem seien die Preissenkungen bei erneuerbaren Energien eindrücklich. Mit grossen Schritten näherten sich die Kosten jenen für konventionell hergestellten Strom.

Zu den Unternehmen, die die Gruppe mit den Namen «Neue Energie Bern» bilden, gehören allen voran Firmen aus der Solarbranche wie Tritec oder Sputnik Engineering. (sda)

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