Mexiko: Erneut 17 Tote im mexikanischen Drogenkrieg
Aktualisiert

MexikoErneut 17 Tote im mexikanischen Drogenkrieg

Im mexikanischen Drogenkrieg haben innerhalb von zwei Tagen 17 weitere Menschen ihr Leben verloren – darunter zwei Polizisten. Alleine in der Grenzstadt Ciudad Juárez wurden zehn Leichen entdeckt.

Unter den Toten waren den Angaben aus Justizkreisen zufolge auch drei Jugendliche, die während einer Autofahrt aus einem anderen Auto heraus erschossen wurden. Zudem wurden in der Stadt Chihuahua zwei Polizisten in ihrem Fahrzeug umgebracht.

Fünf weitere Morde wurden aus anderen Orten des gleichnamigen Bundesstaates an der Grenze zu den USA gemeldet. Chihuahua ist von den Kämpfen rivalisierender Drogenbanden besonders stark betroffen.

Grossoffensive

Seit 2006 führt die Regierung von Präsident Felipe Calderón mit 36 000 Polizisten und Soldaten eine Offensive gegen die Drogenkartelle im Land. Diese kämpfen um die Kontrolle über die lukrativen Drogen-Schmuggelrouten in die USA.

Seit dem vergangenem Jahr wurden im mexikanischen Drogenkrieg mehr als 7700 Menschen getötet. Vor wenigen Tagen hatte ein Drogenkartell nach der Festnahme eines seiner Bosse einen Grossangriff gegen die Polizei gestartet.

Anfang Woche waren allein in Michoacán zwölf Leichen von Bundespolizisten an einem Strassenrand gefunden worden. Die Polizisten waren bei Ermittlungen in einen Hinterhalt geraten und erschossen worden. (sda)

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