Erneut Demonstration gegen georgischen Präsidenten

Aktualisiert

Erneut Demonstration gegen georgischen Präsidenten

In Georgien sind heute erneut tausende Anhänger der Opposition gegen Präsident Michail Saakaschwili auf die Strasse gegangen.

Die Menge versammelte sich vor dem Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Tiflis und forderte in Sprechchören Saakaschwili zum Rücktritt auf. Auch Oppositionsführer Konstantin Gamsachurdia rief den Präsidenten auf, sein Amt niederzulegen.

Die Demonstranten forderten ausserdem ein Vorziehen der Parlamentswahl. Das georgische Parlament billigte im vergangenen Jahr einen Plan Saakaschwilis, die nächste Parlamentswahl statt im Frühjahr erst im Herbst 2008 anzusetzen. Der Staatschef will ausserdem die für Januar 2009 geplante Präsidentenwahl nach vorn verschieben und beide Abstimmungen auf den gleichen Termin legen. Als offiziellen Grund nannte Saakaschwili, dass damit Geld gespart werden könne. Die Opposition vermutet, dass er mit einem früheren Wahltermin verhindern will, dass sich seine sinkende Popularität in Umfragewerten niederschlägt. Der Präsident sieht sich derzeit der schwersten innenpolitischen Krise seit seinem Amtsantritt 2003 gegenüber. (dapd)

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