Erneut Deutschen die Pneus zerstochen
Aktualisiert

Erneut Deutschen die Pneus zerstochen

Schon wieder
sind gezielt die Pneus
von Autos mit
deutschem Kennzeichen
zerstochen worden. Für
viele Deutsche wird es
immer ungemütlicher
in der Schweiz.

von
Alexandra Roder

Zerstochene Reifen, abgerissene Seitenspiegel und Kratzer im Lack: Rund ein Dutzend Autos sind in der Nacht auf den 6. April in Zürich-Wipkingen beschädigt worden. «Es handelt sich ausschliesslich um Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen», bestätigt Stapo-Sprecher Marco Cortesi eine Meldung der «NZZ». Man nehme den Fall nicht auf die leichte Schulter. Bereits Ende Juli 2007 wurden in Wiedikon zwei Dutzend Autos beschädigt. Im März zuvor hatten Deutschenhasser im Kreis 5 zugeschlagen.

Für unsere Nachbarn wird es hierzulande immer ungemütlicher. Nervten sich früher noch viele Schweizer hinter vorgehaltener Hand über die angebliche Arroganz und Schlagfertigkeit der Deutschen, schlägt ihnen heute in ihrem beliebtesten Auswanderungsland offene Antipathie entgegen. Hinzu kommt die Angst der Eidgenossen vor einer Invasion günstiger und qualifizierter Arbeitskräfte. Selbst in elitären Kreisen wie an der Uni gibt es Ressentiments. «Subtiler Rassismus ist mittlerweile überall spürbar», sagt Kommunikationsexperte Klaus J. Stöhlker. Immer häufiger gebe er in grossen Unternehmen Integrationskurse. Sein Tipp: Die Kaffeepause wieder einführen, damit die Menschen wieder mehr miteinander sprechen.

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