Erneut Gewalt im Gazastreifen - Mehrere Tote
Aktualisiert

Erneut Gewalt im Gazastreifen - Mehrere Tote

Im Gazastreifen sind bei den heftigsten Kämpfen zwischen rivalisierenden Bewegungen seit zwei Wochen vier Fatah-Anhänger und eine Zivilperson getötet worden. Mindestens neun weitere Personen wurden verletzt.

Im Gazastreifen kam es zu Kämpfen zwischen bewaffneten Anhängern der Fatah-Bewegung von Präsident Mahmud Abbas und Kämpfern der regierenden radikal-islamischen Hamas, wie Augenzeugen am Mittwoch gemäss der Nachrichtenagentur Reuters berichteten.

Im Flüchtlingslager Dschabalja im nördlichen Gazastreifen starb eine Frau, nachdem sie in das Kreuzfeuer der Kämpfer geraten war. Drei Sicherheitskräfte der Fatah wurden im südlich gelegenen Ort Chan Junis erschossen.

Auch in der Stadt Beit Lahija erschossen Unbekannte ein Mitglied der Fatah. Vertreter der Bewegung machten die Hamas für die Tat verantwortlich.

Zudem griffen bewaffnete Männer einen Wagen von Hamas-Sicherheitskräften an. Dabei wurden der Gruppe zufolge zwei Männer verletzt. Nach Angaben von Augenzeugen wurden neben den Kämpfen auch vier Fatah-Mitglieder verschleppt.

Fatah und Hamas hatten im Dezember eine Waffenruhe vereinbart. Ihr seit Monaten anhaltender Machtkampf ist unter dem Druck internationaler Sanktionen eskaliert.

Ursprünglicher Auslöser der Kämpfe war die Ankündigung von Abbas, Neuwahlen anzustreben, weil die Bemühungen um eine Einheitsregierung erfolglos verlaufen waren. Die Hamas verurteilte die geplanten Neuwahlen jedoch als Staatsstreich.

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