USA: Erneut Polizist für Tod von Schwarzen nicht angeklagt
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USAErneut Polizist für Tod von Schwarzen nicht angeklagt

In Houston hat ein Polizist einen unbewaffneten Schwarzen erschossen. Für die Geschworenen gab es keine ausreichende Beweise für ein Verbrechen.

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Ein US-Polizist bleibt nach tödlichen Schüssen auf einen Schwarzen straffrei

Ein US-Polizist bleibt nach tödlichen Schüssen auf einen Schwarzen straffrei

Keystone/AP/Gary Coronado
Vor dem Gericht protestierten Aktivsten.

Vor dem Gericht protestierten Aktivsten.

Keystone/Gary Coronado
Die Mutter des Opfers erklärte, der Beamte habe ihren Sohn fälschlicherweise für einen Kriminellen gehalten.

Die Mutter des Opfers erklärte, der Beamte habe ihren Sohn fälschlicherweise für einen Kriminellen gehalten.

Keystone/Gary Coronado

Ein Polizist in Houston im US-Staat Texas wird nach der Erschiessung eines unbewaffneten Schwarzen nicht angeklagt. Das Geschworenengericht im Bezirk Harris County habe im Fall des Beamten Juventino Castro keine glaubhaften Beweise für ein Verbrechen gefunden, sagte Bezirksstaatsanwalt Devon Anderson. Gleichwohl billige die Jury die Handlungen des Polizisten nicht.

Castro erschoss am 16. Januar in einer Mall den 26-jährigen Jordan Baker. Zu diesem Zeitpunkt war der Beamte zwar nicht im Dienst, arbeitete jedoch in Uniform als Wachmann in dem Einkaufszentrum, in dem es zuvor zu Raubüberfällen gekommen war.

Unterschiedliche Aussagen

Castro sagte vor Ermittlern aus, dass Baker kurz mit ihm gerungen habe, weggerannt und dann wieder auf ihn losgegangen sei. Bakers Mutter erklärte jedoch, der Beamte habe ihren Sohn fälschlicherweise für einen Kriminellen gehalten.

In den vergangenen Wochen war es wegen anderer ungeahndeter Todesfälle durch Polizeigewalt in Missouri, New York und Wisconsin überall in den USA zu Protesten gekommen.

(sda)

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