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«Wetten, dass..?»-UnglückErneut Vorwürfe gegen ZDF

Nun behauptet auch ein Bekannter des verunfallten Samuel Koch, die Fernsehmacher hätten die Wette verschärft. Der Kandidat habe deswegen sogar mit ihm beten wollen.

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Wieder werden Vorwürfe gegen das Produktionsteam von «Wetten, dass..?» laut. Ein Bekannter aus der Kirchengemeinde des schwer verletzten Samuel Koch, behauptet nun gegenüber dem Sender Radio «NDR 1», das ZDF habe Samuel aufgefordert, über immer grössere Autos zu springen. Samuel habe ihm dies kurz vor der Show anvertraut, so Informant Christian H.

Demzufolge habe das ZDF angeregt, die Grösse der Fahrzeuge während der Durchführung der Wette zu steigern. Den Höhepunkt der Wette sollte ein massiver Geländewagen bilden. Samuel sei verunsichert gewesen, ob er das überhaupt schaffe, erklärt sein Bekannter gegenüber dem Sender. Koch habe deshalb mit ihm beten wollen und habe Rat in seiner Hannoveraner Kirchengemeinde gesucht.

Wenige Tage nach dem Unfall hatte bereits Samuels Vater das ZDF beschuldigt, die Wette modifiziert und schwieriger gestaltet zu haben. Dort wehrte man jedoch ab: Das ZDF habe alles unternommen, um das Risiko bei Samuel Kochs Wette gering zu halten, so Unterhaltungschef Manfred Teubner in einem «Bild»-Interview. Thomas Gottschalk sagte gegenüber der «Süddeutschen Zeitung»: «Natürlich habe ich den Kandidaten gefragt: Müssen denn die Autos immer grösser werden? Reicht es nicht, wenn du drei Mal über einen Smart springst?»

Die Frage, ob das ZDF im Vorfeld von Koch gefordert hat, immer grössere Auto-Modelle zu wählen, beantwortete ZDF-Sprecher Dr. Peter Gruhne dem Radiosender auch «auf mehrfache Nachfrage» nicht, heisst es bei «NDR 1». Gruhne konnte zu dem Zeitpunkt nicht erklären, wie die letztendlich zur Verfügung gestellte Wagenliste entstanden war. Sie sei aber in Zusammenarbeit mit einem Redaktionsteam entwickelt worden.

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