«Night at the Museum 2»: Erneute Fantasyjagd nachts im Museum
Aktualisiert

«Night at the Museum 2»Erneute Fantasyjagd nachts im Museum

Ben Stiller in einer Kinohit-Fortsetzung, wie sie im Hollywood-Bilderbuch steht.

Was tun, wenn man nicht nur vom ägyptischen Pharao Kahmunrah (Hank Azaria), sondern auch gleich von Napoleon Bonaparte (Alain Chabat), dem schwarzweis­sen Al Capone (Jon Bernthal) und Ivan dem Schrecklichen (Christopher Guest) gejagt wird? Der Ex-Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) verbündet sich in der Not mit der Flugpionierin Amelia Ear­hart (Amy Adams, «Enchanted»), um die Bösewichte an der Weltherrschaft zu hindern. Schlüssel zum Erfolg ist eine altägyptische Tastatur, dank der die Mächte des Bösen vollends in die Gegenwart übertreten können, wenn die richtige Zahlenkombination eingegeben wird. Larry bleibt bloss eine Stunde Zeit, um den Code zu knacken. Sonst verliert sein Miniatur-Freund Jedediah Smith (Owen Wilson) sein Leben. Der Countdown läuft.

Schon die erste «Night at the Museum»-Komödie war kein Geniestreich, aber immerhin gut genug, um kräftig Kinokasse zu machen. Für diese Fortsetzung durfte der kindlich-verspielte Regisseur Shawn Levy offensichtlich aus dem Vollen schöpfen. Doch zum Glück lässt er nebst aller Dominanz der Spezialeffekte immer wieder Raum für etwas Situationskomik. Lustig ist etwa jene Szene, in der Larry auf einen anderen Nachtwächter trifft und ihm auf verspielte Art dessen Sicherheitsausweis klaut. Die Grundidee historischer Figuren aus allen Zeiten, die sich diesmal im Smithsonian-Museum von Washington tummeln, wirkt in der Fortsetzung weit überzeugender als im Original. Und wenn ganz nebenbei «The Mummy», «Star Wars», «Die Muppet-Show» und der «Titanic»-Song parodiert werden, dann kommt längst nicht nur bei Filmfans Freude auf. Einzig gegen Film­ende zieht sich die Fantasy-Story unnötig in die Länge. Fazit: Wider Erwarten erweist sich diese Fortsetzung besser als Teil 1. Und wenn nach dem Kinobesuch tatsächlich mehr Leute wieder mal den Weg ins Museum finden, dann hat dieser Fantasy-Werbespot sein erklärtes Ziel erreicht. Long live Smithsonian & Co.!

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