Live Ski: Marco Odermatt wird in Lake Louise Dritter, Aleksander Kilde siegt

Abfahrt Lake LouiseOdermatt verpasst Sieg, fährt aber aufs Podest – Kilde gewinnt hauchdünn

Im Speed-Auftakt in Lake Louise wurde Marco Odermatt nur von Aleksander Kilde und Daniel Hemetsberger bezwungen.

von
Adrian Hunziker
Odermatt verpasst die Bestzeit knapp

Der Schweizer kommt nicht an die Bestzeit von Kilde heran. (Video: SRF)

Marco Odermatt liess in Lake Louise zuerst mit einer Trainingsbestzeit aufhorchen. Der Gesamtweltcupsieger, der auch schon den Saisonauftakt mit dem Riesenslalom in Sölden für sich entschieden hatte, knüpfte an seine starken Leistungen der vergangenen Saison nahtlos an.

Zum Sieg reichte es dem 25-Jährigen am Samstag nicht ganz. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen, die zehn Hundertstel fuchsen einen, aber Aleksander Kilde hat verdient gewonnen. Das Selbstvertrauen war gross nach Sölden, es kam gut heraus», sagte Odermatt im SRF. Odermatt wurde hinter Sieger Kilde und dem Österreicher Daniel Hemetsberger Dritter.

«Noch kein prickelndes Gefühl»

Nachdem die Abfahrt am Freitag wegen Nebels und zu viel Schnee hatte abgesagt werden müssen, erfolgte der Start am Samstag. Da gehörte wie immer in den vergangenen Jahren auch der Abfahrts-Olympiasieger Beat Feuz zu den Siegesanwärtern. Der mittlerweile 35-Jährige gewann schliesslich in den letzten fünf Saisons viermal den Abfahrts-Weltcup. Feuz steuerte in Kanada seinen 14. Weltcupsieg in der Abfahrt an. Aber auch der Emmentaler konnte den entfesselt fahrenden Norweger Kilde nicht bedrängen, Feuz wurde Fünfter.

«Es war noch nicht so ein prickelndes Gefühl. Es war eine solide Fahrt, bei zwei eisigen Toren hatte ich ein wenig Mühe. Wenn ich mich in den Top 5 halte, ist das gut», bilanzierte Feuz. Mit dem Zürcher Niels Hintermann fuhr ein dritter Schweizer in die Top 10, er wurde Siebter.

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Samstag, 26.11.2022

Starker Odermatt

Marco Odermatt fährt stark, verpasst den Sieg nur knapp. Aber Odermatt wird mit 10 Hundertstel Rückstand Dritter hinter Sieger Kilde und Hemetsberger.

30 Mattia Casse

Der letzte der 30 besten Fahrer. Casse ist sehr schnell oben, kann sogar mit Kilde mithalten. Im Ziel ist es Rang 19.

29 Simon Jocher

Jocher, ein weiterer Deutscher, hält sehr stark mit. Nimmt zwar immer etwas mehr Zeit mit, aber das kommt gut. Der 16. Zwischenrang.

28 Matthieu Bailet

Der Franzose ist ein wilder Kerl, des Öfteren sehr schnell unterwegs, heute aber nicht so. Es reicht immerhin zum 15. Rang, ein gutes Resultat.

27 Steven Nymann

Der 40-Jährige ist einer der Oldies, der immer weiterfährt. Aber ob er es nochmals an die Spitze eines Weltcuprennens schafft, ist zu bezweifeln. Nur Rang 26 – das ist der letzte Platz.

26 Josef Ferstl

Der fünfte Deutsche ist an der Reihe. Er verliert oben Zeit, wie andere vor ihm. Zwischenrang 18.

25 Jared Goldberg

Der US-Amerikaner macht gleich zu Beginn einen Umweg, das kostet Zeit. Rang 21.

24 Stefan Rogentin

Der Schweizer verliert bereits oben viel Zeit, das kann keine Spitzenzeit mehr werden. Oder etwa doch? Nein, das reicht nicht in die Top 10. Rang 16 wird es am Ende.

23 Andreas Sander

Der Deutsche wird 19., er kann nicht an die guten Leistungen seiner Teamkollegen anknüpfen.

22 Blaise Giezendanner

Der Franzose verliert viel Zeit, wird nur 19.

21 Martin Cater

Der Slowene will auch ein Wörtchen mitreden, wechselte auf diese Saison aber die Ski. Da stimmt noch nicht alles. Es reicht zu Zwischenrang 16.

20 Maxence Muzaton

Der Franzose ist kein Trainingsweltmeister, da liegt er stets weit hinten. Im Rennen ist er aber stets bereit. Heute aber kann auch er nicht mit den Besten mithalten. Zwischenrang 16 ist es.

19 Christof Innerhofer

Der 37-Jährige fährt noch immer im Weltcup, seine besten Zeiten hat er aber hinter sich. Es reicht hier nur zu Rang 15.

18 James Crawford

Dem Einheimischen muss im oberen Teil ein Schnitzer passiert sein. Das haben die TV-Kameras nicht mitgeschnitten. Der Kanadier ist so ohne Chance auf einen Spitzenplatz. 17. und letzter Rang. Er schreit seinen Frust hinaus. Aha, er war gestürzt, konnte aber noch weiterfahren. Da hatte er noch Glück im Unglück.

17 Travis Ganong

Der US-Amerikaner wird 13.

16 Matteo Marsaglia

Der zweite Italiener stürzt zwar nicht, hat aber keine Chance auf eine Spitzenzeit. Marsaglia ist nur 14.

15 Johan Clarey

Der französische Oldie ist nimmermüde, fährt auch mit 41 noch wie ein Wilder. Da hebt er ein wenig ab und verliert Zeit. Sechster wird Clarey dennoch.

14 Beat Feuz

Die Schweizer Siegeshoffnung par excellence in der Abfahrt. Hopp Beat! Oben ist er dabei, auch wenn er wie gewohnt nicht super startet. Er kommt näher. Und da liegt er vorne! Er springt weit, da vergibt er einige Hundertstel. Das reicht nicht für den Sieg, nur Fünfter!

13 Dominik Paris

Der Südtiroler zählt immer zu den Siegesanwärtern. Er hält gut mit, aber da stürzt er! Da flog der Aussenski weg, Paris hinterher in die Rettungsnetze. Aber er steht wieder, da hat er sich wohl nicht wehgemacht.

12 Marco Odermatt

So, der Weltcupgesamtsieger von letzter Saison ist dran. Oben verliert er nur 13 Hundertstel, dann sind es plötzlich 6 vorne. Odermatt fährt sensationell. Das muss neue Bestzeit sein. Nein! Das gibts nicht, nur Rang 3! Und das mit nur 10 Hundertstel Rückstand.

Odermatt verpasst die Bestzeit knapp

Der Schweizer kommt nicht an die Bestzeit von Kilde heran. (Video: SRF)

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