Welfen-Anwesen Marienburg - Ernst August will sein Schloss zurück und zieht gegen Sohn vor Gericht
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Welfen-Anwesen MarienburgErnst August will sein Schloss zurück und zieht gegen Sohn vor Gericht

Die Familienfehde um Schloss Marienburg in Niedersachsen wird vor Gericht ausgetragen. Ernst August Prinz von Hannover widerrief 2019 eine Schenkung, damit das Anwesen wieder in seinen Besitz kommt.

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Das märchenhafte Schloss Marienburg in Pattensen (Region Hannover) ist Ziel einer Familienfehde zwischen Vater und Sohn.

Das märchenhafte Schloss Marienburg in Pattensen (Region Hannover) ist Ziel einer Familienfehde zwischen Vater und Sohn.

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Ernst August Prinz von Hannover senior (im Bild) verlangt die Rückübereignung von Schloss Marienburg. Vater und Sohn müssen am 25. November 2021 vor dem Landgericht Hannover erscheinen.

Ernst August Prinz von Hannover senior (im Bild) verlangt die Rückübereignung von Schloss Marienburg. Vater und Sohn müssen am 25. November 2021 vor dem Landgericht Hannover erscheinen.

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König Georg V. von Hannover hatte Marienburg von 1858 bis 1869 als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz auf dem Marienberg erbauen lassen.

König Georg V. von Hannover hatte Marienburg von 1858 bis 1869 als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz auf dem Marienberg erbauen lassen.

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Darum gehts

  • Der Familienstreit zwischen Ernst August Prinz von Hannover und seinem Sohn um das Schloss Marienburg landet vor Gericht.

  • Schlossbesitzer Ernst August Prinz von Hannover junior hatte das Schloss - mit Inventar – in die im 2019 gegründete Stiftung Schloss Marienburg überführt.

  • Im selben Jahr hatte sein Vaters Ernst August Prinz von Hannover senior die Schenkung von 2004 widerrufen und das Schloss wegen groben Undanks von seinem Sohn zurückgefordert.

Der Streit zwischen Ernst August Prinz von Hannover und seinem Sohn um das Schloss Marienburg landet vor Gericht. Die mündliche Verhandlung sei für den 25. November geplant, teilte das Landgericht Hannover am Montag mit.

Das persönliche Erscheinen des Welfenprinzen sowie seines Sohnes Ernst August Erbprinz von Hannover sei angeordnet. Seit Ende 2020 ist die Klage anhängig. Damit verlange das Oberhaupt der Welfen, der Ehemann von Prinzessin Caroline von Monaco, die Rückübereignung der Marienburg, des Hausguts Calenberg in der Gemeinde Pattensen-Schulenburg und des Fürstenhauses Herrenhausen in Hannover.

Widerruf der Schenkung wegen «groben Undanks»

Laut Gericht stützt Ernst August Prinz von Hannover seinen Anspruch unter anderem auf den Widerruf einer Schenkung infolge «groben Undanks», ungerechtfertigte Bereicherung und den Wegfall der Geschäftsgrundlage. Früheren Angaben zufolge hatte er seinem Sohn den Grundbesitz 2004 und 2007 in vorweggenommener Erbfolge geschenkt.

Ernst August Erbprinz von Hannover bestreitet nach Gerichtsangaben die Vorwürfe. Bereits im Februar erklärte der Sohn des 67-Jährigen, die Klage sei substanzlos und die darin enthaltenen Behauptungen seien falsch. Einzelheiten wollte er aus Rücksicht auf seine Familie nicht kommentieren – «auch zum Schutz meines Vaters».

Sohn will Schloss der Öffentlichkeit zugänglich machen

Ursprünglich hatte der 38-Jährige die ehemalige Sommerresidenz der Welfen für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollen. Doch nach dem Einspruch seines Vaters scheiterte der mit der niedersächsischen Landesregierung ausgehandelte Deal. Danach wurden Schloss und Inventar in eine Stiftung überführt. «Die mit dem Land Niedersachsen gefundene Stiftungslösung ist rechtssicher abgeschlossen; dem langfristigen Erhalt der Marienburg als zentralem Kulturdenkmal Niedersachsens, das für alle öffentlich zugänglich bleibt, steht nichts im Wege», erklärte der Junior damals.

Die Welfen gelten als eines der ältesten Adelsgeschlechter Europas. Zwischen 1714 und 1837 waren die Herrscher von Hannover gleichzeitig Könige von Grossbritannien und Irland.

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(DPA/kle)

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