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US-SextrendErregt es dich, wenn deine Freundin mit anderen ins Bett geht?

«Cuckolding» erobert derzeit die Schlafzimmer in Deutschland und den USA. Gemäss einer US-Studie sollen vor allem Männer von dem Fetisch angetan sein, bei dem sie zusehen, wie ein Liebhaber die eigene Partnerin beglückt. Wir erklären, was dahinter steckt.

von
Julia Ullrich
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«Cuckolding» erobert derzeit die Schlafzimmer in Deutschland und den USA. Doch was steckt hinter diesem Sextrend?

«Cuckolding» erobert derzeit die Schlafzimmer in Deutschland und den USA. Doch was steckt hinter diesem Sextrend?

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Beim «Cuckolding» schaut der Mann dabei zu, wie ein Dritter seine Partnerin beglückt.

Beim «Cuckolding» schaut der Mann dabei zu, wie ein Dritter seine Partnerin beglückt.

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Aber im Vergleich zum Dreier macht der eigentliche Freund dabei nicht mit.  Was für die meisten Menschen wohl als Fremdgehen und auch als Trennungsgrund gilt, törnt andere so richtig an.

Aber im Vergleich zum Dreier macht der eigentliche Freund dabei nicht mit. Was für die meisten Menschen wohl als Fremdgehen und auch als Trennungsgrund gilt, törnt andere so richtig an.

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Wirst du leicht eifersüchtig? Dann ist dieser Sextrend wohl definitiv nichts für dich. Beim «Cuckolding» schaut der Mann dabei zu, wie ein Dritter seine Partnerin beglückt. Aber im Vergleich zum Dreier macht der eigentliche Freund dabei nicht mit. Was für die meisten Menschen wohl als Fremdgehen und auch als Trennungsgrund gilt, törnt andere so richtig an. Auf grossen Pornoseiten hat das «Cuckolding» sogar eine eigene Kategorie und soll gemäss deutschen Medien vor allem bei Männern hoch im Kurs stehen.

Statt wütend oder eifersüchtig zu werden, verspüren einige Männer dabei höchste Erregung. Gemäss deutschen Medien soll der Trend schon längst in den Schlafzimmern unseres Nachbarlandes angekommen sein.

Woher kommt «Cuckolding»?

Der Begriff «Cuckolding» stammt ursprünglich aus der BDSM-Szene und gilt als Form von Femdom, also weibliche Dominanz. Übersetzt bedeutet das Wort so viel wie der altdeutsche Begriff Hahnrei, also ein Mann, der durch das Fremdgehen seiner Partnerin gedemütigt wird. Beim «Cuckolding» wird die Eifersucht gezielt genutzt, um den Partner Gefühle wie Macht, Kontrolle und Vertrauen entgegenzubringen. Ziel ist es, die Erregung maximal zu steigern. «Cuckolding» ist aber nicht das Gleiche wie eine offene Beziehung: Zwar lassen sich die Grenzen nicht richtig definieren, doch das Ziel ist die Erregung des Partners. Deshalb sollte man sich nicht heimlich mit jemand anderem verabreden.

Doch warum törnt einen die Vorstellung oder gar die Situation, dass die eigene Partnerin mit einem Fremden schläft, nicht ab, sondern an? Gemäss US-Forschern liegt die Erklärung in der männlichen Biologie. Männer produzieren in einer Konkurrenzsituation nämlich mehr Sperma als beim normalen Geschlechtsverkehr. Grund dafür soll der Fortpflanzungstrieb sein: Da sie ihre eigene Fortpflanzung sichern wollen, arbeitet der Körper fleissiger, je mehr sie sich in ihrer Männlichkeit bedroht fühlen. Dadurch wird mehr Samenflüssigkeit produziert. Der wissenschaftliche Vorgang wird auch Spermienkonkurrenz genannt.

Hast du selbst schon «Cuckolding» praktiziert oder würdest du es gern? Wenn ja, warum und was törnt dich dabei an?
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