Stadt lenkt ein: Ersatz für Parkplätze bei Baustellen
Aktualisiert

Stadt lenkt einErsatz für Parkplätze bei Baustellen

Parkplätze, die wegen einer Baustelle nicht benützt werden können, sollen künftig kompensiert werden. Stadträtin Ruth Genner will dazu Hand bieten.

von
Roman Hodel
Auf der Sechseläutenwiese schuf die Stadt temporär Ersatz-Parkplätze.

Auf der Sechseläutenwiese schuf die Stadt temporär Ersatz-Parkplätze.

Wegen Baustellen hebt die Stadt Zürich in der City regelmässig Parkplätze temporär auf, ohne diese zu ersetzen – zum Ärger vieler Ladenbesitzer. Dies kritisiert nun auch die gemeinderätliche Geschäftsprüfungskommission. In ihrem Untersuchungsbericht zum Parkplatzstreit empfiehlt sie dem Stadtrat unter anderem, diese Parkplätze zu kompensieren. «Der Stadtrat nimmt die Anregung entgegen und klärt ab, was möglich ist», sagt Tiefbauvorsteherin Ruth Genner. «Das Bauen darf dadurch aber nicht ­teurer werden.» Bislang gab die Stadt an, Kompensationen seien zu teuer. Einzig auf der Sechseläutenwiese macht man derzeit eine Ausnahme – allerdings erst auf Druck des Gemeinderats.

Insgesamt stellt die GPK fest, dass der Stadtrat den Parkplatzkompromiss, wonach Strassenparkplätze nur aufgehoben ­werden dürfen, wenn es in Parkhäusern Ersatz gibt, «nachvollziehbar und sachgerecht» umsetzt.

Genner: «Darüber bin ich erleichtert.»

Weniger Freude hat man dagegen bei den Geschäftsleuten der IG Pelikan, die die Stadt seit Jahren scharf kritisieren wegen der Parkplätze: «Die GPK gibt uns zwar in allen Punkten Recht, findet dann aber, der Stadtrat habe nicht missbräuchlich gehandelt. Das geht nicht», so Walter Bischofberger von der IG Pelikan. «Als Option behalten wir uns vor, den Beschluss des Gemeinderats über den GPK-Bericht an­zufechten.»

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