Fall Funny: Erschossene Hündin wird zum Fall für Gericht
Aktualisiert

Fall FunnyErschossene Hündin wird zum Fall für Gericht

Der Fall der getöteten Findelhündin Funny kommt Anfang Dezember vor Gericht. Tierschützer rechnen mit einem Besucheransturm.

von
Tobias Bolzern

Die Tötung der Findelhündin Funny hat im Juni 2009 landesweit für Empörung gesorgt. Da die Mischlingshündin nicht vermittelt werden konnte, wurde sie auf Anordnung der Gemeinde Altstätten erschossen. Nachdem der Fall publik wurde, gingen die Emotionen so hoch, dass bei der Gemeinde sogar mehrere Morddrohungen eingingen.

Am 3. Dezember nun müssen sich der Altstätter Tierschutzbeauftragte und der Wildhüter, der Funny erschossen hatte, vor dem Rheintaler Kreisgericht verantworten. «Die Anklage lautet auf mutwillige Tötung eines Hundes», so der zuständige Gerichtspräsident Walter Würzer. Dafür sei eine bedingte Geldstrafe von maximal 40 Tagessätzen vorgesehen.

Bereits vor dem Prozessauftakt sorgt der Fall für Aufruhr: «Wir rechnen mit bis zu 100 Zuschauern im Gerichtssaal», so Tierschützer Jens Gloor, der eine Facebook-Gruppe zum Prozess eingerichtet hat. Mit der grossen Präsenz wolle man dem Fall Gewicht verleihen, so Gloor. Einziges Problem: Im Rheinecker Gerichtssaal finden lediglich 40 Personen Platz, weshalb Gloor den Antrag gestellt hat, den Prozess in eine Mehrzweckhalle zu verlegen. Laut Würzer kommt dies aber nicht in Frage. Genauso wenig will er – wie von den Tierschützern gefordert – Hunde in den Saal lassen.

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