17.01.2020 08:49

Zürich

Erschossenes Krokodil kommt ins Uni-Museum

Das kürzlich im Zoo Zürich erschossene Krokodil wird bald wieder zu sehen sein: Zu Ausstellungszwecken soll das Uni-Museum sein Skelett aufnehmen.

von
viv
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Kurz vor Weihnachten wurde ein Philippinen-Krokodil im Zoo Zürich erschossen.

Kurz vor Weihnachten wurde ein Philippinen-Krokodil im Zoo Zürich erschossen.

Keystone/Steffen Schmidt
Es hatte eine Pflegerin gebissen.

Es hatte eine Pflegerin gebissen.

Keystone/Steffen Schmidt
Der Angriff ereignete sich bei Putzarbeiten im Gehege.

Der Angriff ereignete sich bei Putzarbeiten im Gehege.

Zoo Zürich

Im Zoo Zürich musste kurz vor Weihnachten ein männliches Philippinen-Krokodil erschossen werden. Es hatte eine Tierpflegerin während Reinigungsarbeiten in die Hand gebissen und minutenlang nicht mehr losgelassen. Dem Tier war es gelungen, seine Schnauze durch den Zwischenraum einer Trennwand zu führen, die Pflegerin zu fassen und durch den Zwischenraum hindurchzuziehen. Gemäss Notfallkonzept für solche Fälle entschied der Zoo, das rund 12 Jahre alte Krokodil zu erschiessen.

Nach der Erschiessung eines Krokodils erzählt Zoodirektor Alex Rübel, wie die Notfallkonzepte aussehen und was er Zoo-Kritikern entgegnet. (Video: 20M)

Skelett im Museum

Wie der «Landbote» schreibt, kommt das Tier nun in die Sammlung des Zoologischen Museums der Universität Zürich. «Wir werden voraussichtlich nur das Skelett behalten», sagt die Sammlungskuratorin Martina Schenkel gegenüber der Zeitung. Wann das tote Krokodil überführt wird, steht indes noch nicht fest.

Ungewöhlich sei dies laut Schenkel nicht. Entscheidend sei, ob es für die Forschungssammlung relevant ist oder für Ausstellungszwecke verwendet werden kann. Gleicher Meinung ist auch Robert Zingg, Kurator im Zoo Zürich: «Auch wenn unsere Tiere sterben, haben sie weiterhin einen wissenschaftlichen Wert.» Daher stehe der Zoo in regelmässigem Austausch mit Museen.

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