Profi-Check: Ersetzen Roboter bald Fussballspieler?
Aktualisiert

Profi-CheckErsetzen Roboter bald Fussballspieler?

Hinter Robotern, die Fussball spielen, steckt viel Technik. Nachwuchs-Ingenieure haben nun mit ihrem Modell den FCL-Profi Kaja Rogulj zum Schwitzen gebracht.

von
Michael Fischer

Der kickende Fussball-Roboter fordert den Innenverteidiger Kaja Rogulj des FC Luzern heraus. (Video: Michael Fischer)

Kommt nach dem selbstfahrenden Auto nun der Roboter-Fussballspieler? Geht es nach den Vorstellungen des von Bündner Gymnasiasten gegründeten Vereins Helveticrobot, soll genau dies bis 2050 Realität werden. Bis dann sollen intelligente Roboter auch gegen menschliche Gegner eingesetzt werden können. Auf kleineren Spielfeldern kurven jedoch bereits heute Miniatur-Versionen selbständig umher, dribbeln und können Tore schiessen.

Für 20 Minuten hat sich der FCL-Innenverteidiger Kaja Rogulj vom Roboter herausfordern lassen. Nach dem Test zeigt sich dieser beeindruckt. Sein Verdikt finden Sie im Video-Bericht.

Viel Technik unter der Haube

An ihrem aktuellen Modell haben die Kantonsschüler aus Chur mehr als ein Jahr lang getüftelt. 30 Infrarotsensoren wurden verbaut, damit der Roboter den Ball in allen Himmelsrichtungen erkennen kann. Drei Antriebsräder ermöglichen dem kleinen Kicker auch während der Fahrt, sich um die eigene Achse zu drehen. Weiter erkennt er mit Ultraschallsensoren die Distanz zu Wand und Gegner, mit Farbsensoren die Spielfeldlinien und kommuniziert mit seinem Roboter-Spielpartner per Bluetooth.

Ersetzen Roboter bald Fussballspieler?

Erfolg an WM in China

Die ganze Arbeit hat sich für die Junior-Ingenieure gelohnt: Am diesjährigen Robo-Cup in China, an welchem Teams aus über 40 Länder teilnahmen, landeten sie in der Kategorie Team Junior ganz oben auf dem Podest. «Darauf sind wir schon stolz», freut sich Florian Schäfer, Coach des WM-Teams. Denn die WM-Teilnehmer der anderen Länder müssten sich in einigen Fällen gegen mehrere Dutzend Entwickler-Teams vorqualifizieren. Diese Stufe fällt für die Bündner weg – der von ihnen gegründete Verein Helveticrobot ist der einzige seiner Art in der Schweiz. Schäfer hofft jedoch, dass durch den Erfolg seines Teams weitere Jugendliche motiviert werden, sich für Robotertechnik zu begeistern. Gerade angehenden Ingenieur-Studenten erleichtere die Auseinandersetzung mit den Robotern den Studieneinstieg, so der ETH-Student.

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