«Der Geruch stört»: Erste Badis verbieten die CBD-Zigaretten
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«Der Geruch stört»Erste Badis verbieten die CBD-Zigaretten

Das legale Gras stellt Badis vor ein Problem: Sie können die CBD-Zigaretten nicht von illegalem Gras unterscheiden. Erste Freibäder verhängen Rauchverbote.

von
ehs
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Bademeister wissen nicht, wer legal raucht und wer illegal kifft. Deshalb suchen die Badis nach neuen Regeln. Während die einen auf Dialog und das Verständnis der Raucher setzen, ...

Bademeister wissen nicht, wer legal raucht und wer illegal kifft. Deshalb suchen die Badis nach neuen Regeln. Während die einen auf Dialog und das Verständnis der Raucher setzen, ...

Mcs-photography
... sind andere repressiver – und verbieten das Rauchen von CBD-Zigaretten oder überlassen es den Gästen, die Polizei zu rufen. Vor ähnlichen Problemen stehen auch Gartenbeizen, wie ein 20-Minuten-Test zeigte.

... sind andere repressiver – und verbieten das Rauchen von CBD-Zigaretten oder überlassen es den Gästen, die Polizei zu rufen. Vor ähnlichen Problemen stehen auch Gartenbeizen, wie ein 20-Minuten-Test zeigte.

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Von der Schweizer Zigarettenmarke Heimat gibt es neu CBD-Glimmstängel – gemäss dem Hersteller die «erste CBD-Hanf-Zigarette der Welt». Sie ist von einer normalen Zigarette nicht zu unterscheiden. Wie gehen die Beizer damit um?

Von der Schweizer Zigarettenmarke Heimat gibt es neu CBD-Glimmstängel – gemäss dem Hersteller die «erste CBD-Hanf-Zigarette der Welt». Sie ist von einer normalen Zigarette nicht zu unterscheiden. Wie gehen die Beizer damit um?

jen

Seit kurzem gibt es in der Schweiz legales Gras zu rauchen. Die sogenannten CBD-Zigaretten sind etwa bei Grossverteilern erhältlich. Sie stellen Badis vor Probleme. «Wir wissen nicht, wie wir mit dem Thema umgehen sollen», sagt Christian Marchi, Chef des Genfer Freibads Genève-Plage der «Tribune de Genève». «Sollen wir einfach Cannabis verbieten, egal ob illegal oder nicht – oder wäre das eine Diskriminierung, weil Rauchen auch erlaubt ist?»

Problematisch sei, dass sich viele Schwimmer am Geruch störten. Die Genfer gehen fürs Erste pragmatisch vor: Die CBD-Konsumenten würden gebeten, auf ihre Nachbarn Rücksicht zu nehmen. Das funktioniere bisher gut, sagt ein Sprecher des Genfer Sportamts der Zeitung. Auf Dialog setzen auch die Freibäder von Meyrin und Lancy. Die Bademeister erklärten den CBD-Rauchern die Problematik. Die meisten seien einsichtig und würden dann aufhören zu rauchen, sagt der Verantwortliche.

«Gäste können Polizei rufen»

Andere setzen hingegen auf Repression. Die «Tribune de Genève» berichtet von einem Freibad im Kanton Waadt, das die Regeln aktualisiert und den Konsum von CBD generell verboten hat. Eine Sprecherin des Schwimmbads Lignon wiederum sagt, wenn sich Schwimmer gestört fühlten und ganz sicher seien, sei es an ihnen, die Polizei zu rufen.

Nicht erwünscht sind die CBD-Zigaretten auch in vielen Gartenbeizen, wie ein Test von 20 Minuten gezeigt hat. «Ich werde CBD-Konsumenten sofort rausschmeissen», sagte eine Zürcher Wirtin. Der Konsum störe die anderen Gäste. In einem Nobel-Café hiess es, selbst wenn die Zigaretten legal seien, bitte man Gäste, sie auszumachen. «Bei uns kommt so was nicht auf den Tisch.»

Ernst Bachmann, Präsident von Gastro Zürich, sagt, es bringe nichts, Gästen das Rauchen der Zigaretten zu verbieten. Schliesslich seien diese erlaubt. «Es liegt aber an den Wirten, zu entscheiden, ob die CBD-Zigaretten in ihren Betrieben geraucht werden dürfen oder nicht», sagt er zu 20 Minuten.

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