iPhone 6 und Watch: Erste Eindrücke zu Apples neuer Hardware
Aktualisiert

iPhone 6 und WatchErste Eindrücke zu Apples neuer Hardware

Zwei iPhones in Jumbogrösse und eine Smartwatch, die per Drehrad bedient wird: 20 Minuten hat sich die neuen Apple-Geräte nach der Keynote genauer angeschaut.

von
T. Bolzern
Cupertino

Der Andrang im sogenannten Hands-on-Bereich war riesig: Nachdem Tim Cook und seine Kollegen an der knapp zwei Stunden langen Keynote zwei neue iPhone-6-Modelle und die Apple Watch gezeigt hatten, wollten alle die Geräte als Erste in die Hand nehmen. Zeitweise wurde der Bereich wegen des grossen Andrangs sogar gesperrt. 20 Minuten konnte die Gadgets bereits etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Bei den neuen iPhones sticht vor allem eines ins Auge: Sie sind riesig. Sowohl das Modell mit 4,7 Zoll als auch das iPhone 6 Plus mit 5,5-Zoll-Display sind deutlich grösser als das iPhone 5S (4 Zoll). Der Screen der neuen Generation ist eine Wucht: Das «kleine» hat über eine Million Pixel, auf dem grösseren Modell sorgen zwei Millionen Pixel für ein gestochen scharfes Bild. Wer etwas grössere Hände hat, wird das iPhone 6 mit einer Hand bedienen können. Beim iPhone 6 Plus ist Fingerakrobatik gefragt. Apple bietet hier aber Hilfe mit einer neuen Funktion, die den Inhalt nur auf dem unteren Bereich des Bildschirms anzeigt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Ring um die Kamera, der auf der Rückseite hervorsteht.

Eine Krone für die Smartwatch

Als das berühmte «One more thing» kündigte Firmenchef Tim Cook die Apple Watch an. Die Datenuhr will Apple Anfang 2015 in zwei verschiedenen Grössen, drei verschiedenen Materialien und einer schier endlosen Kombination von Armbändern aus Leder, Metall und Plastik auf den Markt bringen. Apples Vorstoss in diesem Bereich überzeugt: Die Uhr wirkt hochwertig, ist gut verarbeitet und dennoch leicht. Der Bildschirm, der mit dem besonders kratzfesten Saphirglas überzogen ist, ist auf den ersten Blick allerdings noch etwas glänzend. Ausgestellt waren Geräte, die in einem Demo-Modus liefen. Nur wenige Mitarbeiter hatten einen funktionierenden Prototyp umgeschnallt.

Überzeugt hat uns die raffinierte Steuerung der Smartwatch. Zentrales Element ist die sogenannte digitale Krone, ein kleines Rädchen auf der Seite der Uhr. Die Kombination aus haptischen Feedbacks und Wischgesten lassen das Display grösser erscheinen, als es eigentlich ist. Den Fokus der Uhr legt Apple auf die Fitness- und Gesundheitsdaten der Träger. Dazu sind mehrere Sensoren eingebaut. Wie sich diese in der Praxis schlagen, wird schliesslich ein ausführlicher Test zeigen.

Montagsmaler auf der Uhr

Innovativ - wenn auch mit ein wenig Gimmick-Charakter - ist die Kommunikation zwischen zwei Apple-Watch-Trägern. Hat man mit der digitalen Krone einen Kontakt ausgewählt, zeichnet man direkt auf den Bildschirm. Die Malerei wird dann an die andere Uhr übertragen und verflüchtigt sich in einer netten Animation wieder. Das Ganze erinnert ein wenig an Montagsmaler. Die Effizienz dieser Art der Kommunikation hängt wohl davon ab, wie gut die eigenen Zeichenkünste und die des Gegenübers sind. Auf dem gleichen Weg lässt sich auch der Herzschlag an Kontakte übermitteln. Damit die Apple Watch funktioniert, wird mindestens ein iPhone 5 vorausgesetzt. Ein kleiner Dämpfer: Die Uhr ist nicht wasserfest und sollte zum Schwimmen abgelegt werden.

Das Dilemma von Smartwatches (kleiner Akku für hochauflösende Displays) scheint auch Apple nicht gelöst zu haben. Angaben zum Akku bleibt Apple schuldig. Sicher ist: Mit der innovativen Steuerung, den vielen verschiedenen Modellen und der Integration der mobilen Bezahllösung Apple Pay hat Apples Uhr Potenzial zum Kassenschlager.

Hier die ersten Eindrücke im Video. (Quelle: YouTube)

iPhone 6

759 CHF (16 GB)

879 CHF (64 GB)

999 CHF (128 GB)

iPhone 6 Plus

879 CHF (16 GB)

999 CHF (64 GB)

1119 CHF (128 GB)

Vorbestellungen ab 26. September

Apple Watch

Ab 349 US-Dollar

Verfügbarkeit: Anfang 2015

Deine Meinung