Aktualisiert 15.02.2011 15:58

Wandern statt Skifahren

Erste Gebiete haben Sommerbetrieb

Der Winter will nicht zurückkehren. Schnee ist weiter nicht in Sicht. Das ist verheerend für tiefliegende Skigebiete. Die ersten stellen nun auf Sommerbetrieb um.

von
feb

Es ist Februar und bereits heisst es in den ersten Skigebieten «Wandern statt Skifahren oder Snowboarden». Die Hänge werden immer brauner (siehe Video). Am stärksten betroffen vom extrem schneearmen Winter sind Gebiete, die tiefer als 1500 Meter und auf der Sonnenseite liegen sowie keine Schneekanonen haben.

Das Gebiet Atzmännig im Kanton Zürich gehört dazu. Die Verantwortlichen haben auf Sommerbetrieb umgestellt. «Sesselbahn für Fussgänger und Wanderer in Betrieb» steht auf einer Tafel. Marcel Schneller, Geschäftsführer Sportbahnen Atzmännig, sagt: «So haben wir natürlich Umsatzeinbussen.» Ändern könne er es aber nicht, man mache das Beste daraus.

Wander- statt Skistöcke

Auch in Amden SG kämpft man gegen die Schneearmut. Koni Rüdisüli, technischer Leiter der Sportbahnen Amden, spricht von «grossen Einbussen». «Wir haben viel weniger Leute als normal auf der Piste», so Rüdisüli.

Tauschen die Touristen die Ski- gegen Wanderstöcke, spüren das die Sportgeschäfte, die Skis und Snowboards vermieten, noch mehr als die Skigebiete. Wanderer mieten keine Schuhe, Wanderschuhe hat jeder seine eigenen, so Karl Eberle vom Sporthaus Eberle.

Ein paar Flocken in Sicht

Für die nächsten Tage sind «einige Flocken» in Sicht. Was es jetzt bräuchte, sind aber ein halber bis ein ganzer Meter Neuschnee. Klaus Marquart von Meteonews, der betont, dass die Verhältnisse in den meisten etwas höher gelegenen Skigebieten und solchen mit Schneekanonen ganz ansprechend seien, hofft auf mehr Schnee nächste Woche. Es gebe erste Anzeichen dafür; für eine seriöse Prognose sei es aber noch zu früh.

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