Hitzschlag: Erste Hilfe bei einer Überdosis Sonne

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HitzschlagErste Hilfe bei einer Überdosis Sonne

Am Wochenende wird es bis 30 Grad heiss - Hochkonjunktur für den Hitzschlag. Um bleibende gesundheitliche Schäden zu vermeiden ist es wichtig, sofort zu handeln – notfalls mit unkonventionellen Mitteln.

Am besten eignen sich dazu ein nasses Bettlaken oder eine Badewanne mit kaltem Wasser, wie Franz Nowak vom Berufsverband Deutscher Internisten rät. Wenn überschüssige Wärme nicht schnell aus dem Körper abgeführt werde, könnten Nieren und Gehirn geschädigt werden und der Kreislauf versagen.

Wie macht sich ein Hitzschlag bemerkbar?

Erste Anzeichen für einen Hitzschlag, bei dem die Körpertemperatur auf über 41 Grad ansteigen kann, sind Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen oder Übelkeit. «Typisches Merkmal ist auch eine heisse, gerötete Haut. Diese ist meist trocken, da bei einem Hitzschlag kein oder wenig Schweiss gebildet wird», erklärt der Mediziner. In schweren Fällen könnten die Betroffene verwirrt und desorientiert sein, Muskelkrämpfe bekommen und sogar ins Koma fallen. Steige die Körpertemperatur auf über 42,6 Grad, sterbe der Patient in den meisten Fällen.

Ältere und übergewichtige Menschen besonders gefährdet

Ein Hitzschlag kann sich nach Angaben des Experten langsam über Stunden oder Tage hinweg oder - bei körperlicher Anstrengung in feuchtwarmer Umgebung - auch innerhalb von Minuten entwickeln. Gerade im Sommer litten oft ältere Menschen unter einer Überhitzung des Körpers, wenn sie sich bei heissem Wetter in unbelüfteten Räumen aufhielten und nicht regelmässig abkühlten. Hinzu kommt laut Nowak, dass sie ein geringeres Durstempfinden haben und deshalb häufig zu wenig trinken. Aber auch übergewichtige Menschen erleiden leichter einen Hitzschlag, da Fettgewebe die Ableitung von Wärme aus dem Körper behindert.

Vorrangiges Ziel sei es deshalb, den Körper bei einem Hitzschlag so schnell wie möglich zu kühlen, sagt der Internist: «Vorsichtiges Eintauchen in einen Fluss oder See oder Abreiben mit Eiswürfeln entzieht dem Körper Wärme.» Wenn kaltes Wasser nicht vorhanden sei, helfe aber schon Lagern im Schatten, Durchnässen der Kleidung oder auch Zufächeln von Luft. Ausserdem sollten die Helfer darauf achten, dass der Patient genügend Flüssigkeit zu sich nehme. Denn auch Flüssigkeits- und Mineralsalzverlust riefen die Symptome eines Hitzschlags hervor.

Die weitere Behandlung müsse dann durch einen Notarzt oder auf der Intensivstation einer Klinik erfolgen. In den meisten Fällen werde der Körper des Patienten im Krankenhaus noch so lange gekühlt, bis die Körpertemperatur auf etwa 39 Grad abgesunken sei. (dapd)

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