19.09.2016 05:43

Swiss Craft Spirits FestivalErste Messe für edle Schnäpse aus der Schweiz

Gin oder Whisky finden in Szenebars reissenden Absatz und werden auch vermehrt in der Schweiz gebrannt. Ein Festival gibt der Schweizer Craft-Spirit-Szene in Basel erstmals eine Plattform.

von
lha
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Yves Branchi und Johannes Nyfeler schwören auf Schweizer Spirituosen. Die beiden Jungunternehmer veranstalten im Werk 8 und der Brauerei Unser Bier auf dem Gundeldingerfeld das erste Swiss Craft Spirits Festival.

Yves Branchi und Johannes Nyfeler schwören auf Schweizer Spirituosen. Die beiden Jungunternehmer veranstalten im Werk 8 und der Brauerei Unser Bier auf dem Gundeldingerfeld das erste Swiss Craft Spirits Festival.

20 Minuten/lha
Diverse junge Kleinbrennereien in der Schweiz produzieren mit wachsendem Erfolg Gin, Whisky oder auch Wodka made in Switzerland. Einige dieser Destillate wurden schon mit internationalen Preisen bedacht.

Diverse junge Kleinbrennereien in der Schweiz produzieren mit wachsendem Erfolg Gin, Whisky oder auch Wodka made in Switzerland. Einige dieser Destillate wurden schon mit internationalen Preisen bedacht.

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Preisgekrönt sind auch Schweizer Frucht- und Obstbrände. Allerdings ist die Nachfrage auf diesem Markt rückläufig.

Preisgekrönt sind auch Schweizer Frucht- und Obstbrände. Allerdings ist die Nachfrage auf diesem Markt rückläufig.

Keystone/Stefan Meyer

Gin, Whisky oder Wodka aus der Schweiz? Ja das gibt es. Längst werden hierzulande nicht mehr nur Obstbrände destilliert – eine neue Generation von Brennern widmet sich immer erfolgreicher Trendspirituosen, die in etlichen Szenebars kredenzt werden. «Qualitativ müssen die sich nicht mehr vor schottischen Single Malts oder englischem Gin verstecken», sind Johannes Nyfeler (30) und Yves Branchi (32) überzeugt. Die beiden Spirituosen-Liebhaber sollten es wissen. Sie organisieren das erste Swiss Craft Spirits Festival, das vom 20. bis 21. Oktober auf dem Gundeldingerfeld stattfindet.

Die beiden ehemaligen Studienkollegen haben in den letzten Jahren mit Interesse mitverfolgt, wie sich die Schweizer Craft-Spirit-Szene entwickelt hat. «Der Trend ist vergleichbar mit dem Boom der Kleinbrauereien in der Schweiz», sagt Single-Malt-Fan Nyfeler. Handwerk wird gross geschrieben, auch am Festival. «Mindestens ein Teil der Produktion muss von Hand erfolgen», erklärt Nocino-Liebhaber Branchi. Vor einem Jahr entschlossen sich die beiden, den vielfältigen Schweizer Destillaten mit einem Festival eine Plattform zu geben.

126 gebrannte Wasser

Für die Erstauflage haben sich 22 Aussteller angemeldet. 17 davon sind Spirituosenhersteller, die zusammen 126 handgefertigte Brände und Liköre anbieten. Viele sind Kleinstbetriebe und haben die Einladung nach Basel gerne angenommen. «Gerade Start-Ups und kleine Brennereien haben kein Geld für aufwändiges Marketing und freuen sich über die Plattform», so Nyfeler. Man habe aber auch Skepsis gespürt: «Wir machen das zum ersten Mal und manche Brenner wollten zuerst mal schauen, wie sich der Event entwickelt.»

Unter den Ausstellern ist auch die erste Basler Gin-Distillerie Nginious!, die in der alten Aktienmühle ihre Brennerei einrichten wird. Das in Zürich gegründete Start-up ist erst seit zwei Jahren aktiv, hat sich aber schon über die Landesgrenzen hinaus in die Herzen der Gin-Fans gebrannt und mehrere Preise gewonnen.

Die beste Nase hat das Publikum

Am Swiss Craft Spirits Festival wird auch ein Preis verliehen. In verschiedenen Kategorien können die Besucher ihren Favoriten küren. «Wir verzichten bewusst auf eine Fachjury. Der Markt, also das Publikum, soll seine Meinung kundtun», sagt Branchi. Der Vorverkauf für das Festival beginnt am Montag in der Geschäftstelle von Pro Innerstadt in der Wallstrasse.

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