«Problem» gelöst: Erste Metall-Pistole aus 3D-Drucker
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«Problem» gelöstErste Metall-Pistole aus 3D-Drucker

Durch «Laser Sintering» können Metall-Produkte aus dem 3D-Drucker gewonnen werden. Nun hat eine amerikanische Firma einen alten US-Colt nachgebaut und erfolgreich getestet.

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pwe/mem

Schusswaffen aus dem 3D-Drucker waren bis anhin nur eine Schreckens-Vision. Eine Vision, weil die aus Kunststoff gefertigten Produkte nur wenige Schussabgaben durchhalten, ungenau sind und anschliessend bersten. Diesem «Problem» ist nun eine amerikanische Firma beigekommen. Ihr Drucker fertigte eine Pistole aus Metallpulver, die bereits rund 50 Schussabgaben ausgehalten hat und präzise Treffer ermöglicht, wie ein Firmen-Video zeigt.

Durch sogenanntes «Laser Sintering» schmilzt ein Laser das Metallpulver und trägt – wie beim Kunststoff-Verfahren – das Material schichtweise auf. Die speziellen 3D-Drucker sind allerdings noch ausgesprochen teuer. Eine Mitarbeiterin schreibt im Firmen-Blog: «Der industrielle Drucker, den wir nutzen, kostet mehr als meine Uni-Gebühren.» Der Spiegel vermutet also mindestens 130'000 Dollar.

Die Hersteller der Waffe wollten mit ihr demonstrieren, dass mit dem «Laser Sintering»-Verfahren äusserst präzise Ersatzteile hergestellt werden können – auch für Maschinen, für die eigentlich keine solche mehr hergestellt werden. Die Modell-Waffe ist der Kaliber .45 Colt M1911. Für diesen sind die Patente längst abgelaufen.

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