EU-Sanktionen: Erste Oligarchen-Jacht für 37 Millionen Franken zwangsversteigert

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EU-SanktionenErste Oligarchen-Jacht für 37 Millionen Franken zwangsversteigert

Die Superjacht war im Rahmen der EU-Sanktionen gegen Russland beschlagnahmt worden. Sie befand sich im Besitz des russischen Oligarchen Dimitri Pumpjanski.

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Die 73 Meter lange Superjacht Axioma wurde auf Gibraltar zwangsversteigert. 

Die 73 Meter lange Superjacht Axioma wurde auf Gibraltar zwangsversteigert. 

IMAGO/TheYachtPhoto.com
Als erste Jacht wechselt sie aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland den Besitzer. 

Als erste Jacht wechselt sie aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland den Besitzer. 

IMAGO/ZUMA Wire
Ursprünglich gehörte die Axioma dem russischen Oligarchen Dimitri Pumpjanski.

Ursprünglich gehörte die Axioma dem russischen Oligarchen Dimitri Pumpjanski.

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Darum gehts

Ein unbekannter Käufer hat die Luxusjacht «Axioma» des russischen Oligarchen Dimitri Pumpjanski bei einer Zwangsversteigerung in Gibraltar für 37 Millionen Dollar (37,2 Millionen Franken) erworben. Das teilte ein Gericht in dem britischen Überseegebiet am Südzipfel Spaniens am Dienstagabend mit. Die 73 Meter lange «Axioma» sei die erste Jacht eines Oligarchen, die wegen Sanktionen infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine den Eigentümer wechselt, schrieb die Zeitung «Gibraltar Chronicle».

Der ehemalige Besitzer steht auf der Sanktionsliste

Die Jacht unter der Flagge Maltas war auf Antrag der US-Bank J.P. Morgan beschlagnahmt worden, die einen Kredit über 20,5 Millionen US-Dollar von einem Unternehmen zurückfordert, das Pumpjanski zugerechnet werde, wie die Zeitung berichtete. Die Bank habe die Klage auf Rückzahlung des Kredits eingereicht, nachdem Pumpjanski wegen des Krieges auf die Sanktionsliste der EU und Grossbritanniens gesetzt worden war. Dadurch wurden seine Vermögenswerte eingefroren.

Name des Käufers bleibt geheim

Der Käufer der Superjacht, dessen Name geheim gehalten wurde, habe das höchste von insgesamt 63 Geboten abgegeben, die bis zum 23. August, dem Ende der von einem britischen Auktionshaus organisierten Zwangsversteigerung, eingegangen waren, berichtete die Zeitung weiter. Das Gericht habe auch eine Zusatzzahlung von 505’000 Euro für Zubehör des Schiffs sowie Wein- und Alkoholvorräte an Bord akzeptiert. Gläubiger hätten nun 60 Tage Zeit, bei dem Gericht in Gibraltar ihre Ansprüche geltend zu machen, schrieb die Zeitung. 

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(dpa/fis)

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