23.07.2020 07:59

Hohe Busse droht

Erste Quarantäne-Ignoranten sind aufgeflogen

Wer aus einem Risikoland einreist, muss in Quarantäne. Daran halten sich viele jedoch nicht. Jetzt sind den Kantonen erste Quarantänesünder bekannt.

von
Nadine Wozny
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Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich für 10 Tage in Quarantäne begeben.

Wer aus einem Risikoland einreist, muss sich für 10 Tage in Quarantäne begeben.

KEYSTONE
Diese umfasst neu 42 Länder.

Diese umfasst neu 42 Länder.

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Das BAG hat die Risikoliste für Reisende aktualisiert.

Das BAG hat die Risikoliste für Reisende aktualisiert.

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Darum gehts

  • In mehreren Kantonen sind Personen bekannt, die aus einen Risikoland eingereist sind, sich jedoch nicht an die Quarantäneregeln halten.
  • In Basel sind die Quarantänesünder bei Befragungen aufgeflogen.
  • In St. Gallen heisst es: «Wir nehmen an, dass die Dunkelziffer hoch ist.»

Wer aus einem Risikoland einreist und die Quarantänepflicht ignoriert, riskiert eine Busse von bis zu 10’000 Franken. Trotzdem halten sich einige Risikotouristen nicht an die Vorschriften. Wie die Sonntagspresse berichtete, hält sich die Mehrheit nicht an die Quarantänepflicht.

Nun sind erste Quarantänesünder aufgeflogen. Sie hätten sich gar nicht für die Quarantäne angemeldet oder sich nicht an die Regeln gehalten, berichtet der «Tages-Anzeiger» (Artikel ist kostenpflichtig). In Basel sind es «vereinzelte Fälle». Bekannt wurden sie, als im Kanton die Neuinfektionen gemeldet wurden. Der kantonsärztliche Dienst hat die Infizierten befragt und herausgefunden, dass sie aus einem Risikoland eingereist sind.

Auch Zürich meldet «einige Verzeigungen». In Bern wird derzeit ein Fall abgeklärt. In den Kantonen St. Gallen und Luzern sind noch keine Quarantänesünder aufgeflogen. Ein Sprecher des Kantons St. Gallen sagt jedoch im Bericht: «Wir nehmen aber an, dass die Dunkelziffer hoch ist.»

Wer muss in Quarantäne

Wer aus einem Risikoland in die Schweiz einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Seit Donnerstag gilt eine neue Risikoliste mit 42 Ländern. Neu in diese Liste aufgenommen wurden etwa Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Mexiko. Schweden und Weissrussland wurden gestrichen. Die Eingereisten müssen sich innert zweier Tage bei den kantonalen Behörden melden. Diese kontrollieren die Einhaltung der Quarantäne laut eigenen Angaben mit Stichproben.

Kontaktdaten werden von Hand erfasst

Am Dienstag wurde bekannt, dass das BAG seit Anfang Juni verlangt, dass Airlines Tausende von Zetteln mit Angaben zur Person, Reiseroute, Sitznummer und Wohnsitz von in die Schweiz einreisenden Personen sammeln. Diese handschriftlich ausgefüllten Kontaktkarten würden in Kisten 14 Tage lang aufbewahrt und danach vernichtet.

Die Fluggesellschaften sind laut BAG aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Angaben korrekt und vollständig sind. Das BAG fordere von den Airlines jede Woche die Kontaktdaten von rund 20 bis 30 zufällig ausgewählten Flügen. «Spätestens ab nächster Woche sollen auch Kontaktkarten aus Busverbindungen den Kantonen zur Verfügung gestellt werden», sagt die BAG-Sprecherin.

Die Kontaktdaten von quarantänepflichtigen Personen (aus Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko) werden vom BAG an die Kantone weitergeleitet, diese sind gebeten, die Einhaltung der Meldepflicht bzw. Quarantänepflicht zu überprüfen. Das BAG wertet das Echo der Kantone aus und wird, wie es auf Anfrage heisst, in ein bis zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden.

Sind Sie in die Ferien in ein Land gereist, das jetzt Risiko-Zone ist? Melden Sie sich per Whatsapp.
Diese Nummer sollten Sie sich gleich jetzt in Ihrer Kontaktliste speichern, denn Sie können Fotos und Videos per Whatsapp an die 20-Minuten-Redaktion schicken.

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353 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Niggi

24.07.2020, 13:29

Bald werden wir wieder dort sein, wie vor dem Lockdown! Was haben wir gelernt? nix! kein Tier ist so uneinsichtig wie der Mensch! Wir sind am Anfang vom Ende und keiner wills wahrhaben! Wir werden noch übel Enden, nichts mehr werden wir in den Griff bekommen, weil wir immer noch das Gefühl haben, wir könnten genau so weiter machen! Die Menschheit ist am Ende! weit haben wir es gebracht, aber das ist die nüchterne Tatsache!

Eis

24.07.2020, 11:06

Ganz klar, unsere Behörde ist unfähig die Vorgaben des Bundes zu vollziehen. Sie wollen das auch gar nicht. Ist doch alles mit Arbeit verbunden. Wer will das schon?

Aston

24.07.2020, 10:11

Stellt den Flug Verkehr ein !!! Und macht jetzt die Grenzen zu ! Basel Frankreich schaut her über 1000 neue Fälle ! Sorry seit ihr blind ?!? Ach ja ihr wartet bis es in der Schweiz massiv steigt dann macht ihr wider alles dicht und dann geht das Geto von vorne los Bravo