Zuversichtliche Gastro - Erste Restaurants nehmen schon jetzt Reservationen entgegen
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Zuversichtliche GastroErste Restaurants nehmen schon jetzt Reservationen entgegen

Am Mittwoch entscheidet der Bundesrat, ob Gastrobetriebe die Innenräume öffnen dürfen. Die Branche ist zuversichtlich. Erste Restaurants nehmen sogar schon Reservationen entgegen.

von
Dominic Benz
Barbara Scherer
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Das Kaufleuten in Zürich ist zuversichtlich, dass es im Juni wieder öffnen kann.

Das Kaufleuten in Zürich ist zuversichtlich, dass es im Juni wieder öffnen kann.

RETO OESCHGER
Das In-Lokal nimmt sogar schon  Gäste-Reservationen zum Essen an, wie es im Newsletter heisst.

Das In-Lokal nimmt sogar schon Gäste-Reservationen zum Essen an, wie es im Newsletter heisst.

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Es bestehe nur ein kleines Risiko, dass die Lockerungen nicht durchkommen, heisst es vonseiten der Betreiber.

Es bestehe nur ein kleines Risiko, dass die Lockerungen nicht durchkommen, heisst es vonseiten der Betreiber.

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Darum gehts

  • Das Kaufleuten in Zürich nimmt schon Reservationen an.

  • Der Betreiber ist überzeugt, dass die Innenräume ab nächstem Montag wieder öffnen dürfen.

  • Auch andere Gastronomen sind zuversichtlich, dass die Lockerungen durchkommen.

Heute erfahren wir, welche Lockerungen es für den nächsten Montag gibt. Der Bundesrat gibt am Mittwochnachmittag seinen Entscheid bekannt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit dürfen unter anderem die Restaurants dann wieder die Innenräume öffnen und dort Gäste bedienen – unter Einhaltung der Schutzkonzepte.

Obwohl der nächste Schritt in Richtung Normalität noch nicht definitiv ist, prescht die Gastrobranche vor. Erste Restaurants nehmen schon jetzt Gäste-Reservationen zum Essen an. So titelte das Zürcher In-Lokal Kaufleuten im seinem schon am Dienstag verschickten Newsletter: «Wir sind zurück, ab ins Kaufleuten.»

«Wir gehen damit ein kleines, überschaubares Risiko ein» sagt Marc Brechtbühl, Mitinhaber des Kaufleuten. Er sei überzeugt, dass die Lockerungen durchkommen. Bereits seien sehr viele Reservationen eingegangen: «Unsere Stammgäste vermissen unser bestes Wiener Schnitzel der Stadt.»

Dass die Innenräume der Restaurants öffnen, sei ein Schritt in die richtige Richtung: «In den letzten Monaten war uns allen sehr langweilig, das sind wir seit 30 Jahren nicht gewohnt», so Brechtbühl. Die Menschen wollen auch wieder Konzerte, Partys und das Leben feiern. «Jetzt freuen wir uns aber zuerst auf ein gepflegtes Essen.»

Die schlimmste Zeit ist vorbei

Vorsichtiger ist der Zürcher Gastronom Nico Maeder: Er nimmt noch keine Reservationen für die Innenräume entgegen. «Wir haben zum Glück viele Plätze auf unserem überdachten Balkon.» Aber auch Maeder ist überzeugt davon, dass die Lockerungen nächsten Montag durchkommen.

«Noch besser wäre natürlich, wenn wir bald auch mehr als vier Personen an einen Tisch setzen dürfen», so Maeder. Mit der Öffnung der Innenräume könne es jetzt aber nur noch bergauf gehen: Die schlimmste Zeit sei nun überstanden.

Auch die Bindella Gruppe tätigt noch keine Reservationen für den Innenbereich der Restaurants. Sobald der Bescheid definitiv ist, sei das aber möglich, sagt ein Sprecher auf Anfrage: «Unsere Systeme sind entsprechend vorbereitet.»

Wiedereröffnung löste Run auf Terrassen aus

Schweizerinnen und Schweizer wollen wieder ins Restaurant, das zeigt sich beim Anstieg der Transaktionen in Restaurants und Cafés: In den ersten drei Wochen nach der Öffnung der Terrassen am 19. April stieg die Anzahl der Transaktionen in der Gastrobranche um 93 Prozent an. Das zeigt eine Auswertung des Fintech-Unternehmens Sumup, das Kartenterminals anbietet. Die durchschnittliche Transaktionsanzahl pro Händler hat in der ersten Woche der Wiedereröffnung sogar ein Jahreshoch erreicht: Die Anzahl Transaktionen pro SumUp-Händler liegt 2021 im Schnitt sogar höher als 2019. Trotz schlechten Wetters war der Ansturm auf die Terrassen also sehr hoch.

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