Pulverschnee und Sonne: Erste Skigebiete starten in den Winter
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Pulverschnee und SonneErste Skigebiete starten in den Winter

Bei prächtigem Wetter konnten Skifahrer am Wochenende die ersten Schwünge der Saison ziehen. Und die Wintersportler dürfen sich weiter freuen: Der nächste Neuschnee folgt sogleich.

Pulver gut und Sonne pur: Die Ski-Arena Andermatt-Sedrun läutete am Samstag am Gemsstock die Wintersaison ein. Der Start erfolgte rekordverdächtig früh, wie die Urner Touristiker mitteilten. Erst vor vier Wochen hätten in Andermatt die letzten Golfspiele stattgefunden.

Das Skigebiet sei die erste Station in der Zentralschweiz, welche die Wintersportler willkommen heisse. Dank rund 140 Zentimeter Neuschnee herrschten bereits gute Bedingungen. Die Wintersportler hätten die präparierten Pisten ausgiebig genutzt.

Prachtswetter mit viel Sonnenschein

Die Ausflügler profitierten von meist sonnigem Wetter. Laut MeteoSchweiz schien die Sonne am Samstag fast in der gesamten Schweiz den ganzen Tag: Die Sonnenscheindauer betrug 70 bis 100 Prozent. Die Temperaturen lagen in den Bergen im Bereich der Nullgradgrenze – für die Jahreszeit ist dies laut Meteorologen eher mild.

Dies nutzten auch die ersten Skigebiete im Bündnerland und im Wallis aus: Sie starteten mit Petrus' Segen in den neuen Winter. Nach den teils ergiebigen Schneefälle der vergangenen Woche nahmen Laax und Diavolezza bei Pontresina sowie Verbier VS einige Anlagen und Pisten in Betrieb. An den kommenden Wochenenden eröffnen weitere grössere Skistationen die Saison.

Lawinengefahr steigt an

Sie dürfen auf weiteren Zuwachs der Schneedecke hoffen. «Zwischen Sonntagabend und Dienstagabend intensivieren sich die Niederschläge auf der Alpensüdseite», sagte Bernd Konantz von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Vom Monte-Rosa-Gebiet über den Simplon bis ins Tessin könne oberhalb von 2000 Metern knapp ein Meter Neuschnee fallen.

Das Maximum dürfte zwischen dem westlichen Tessin und dem Simplongebiet liegen. Hier seien gebietsweise Neuschneemengen von deutlich über einem Meter möglich. Dies steigert die Gefahr von Lawinen. Die laut Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) momentan erhebliche Lawinengefahr im Simplon-Gotthard-Gebiet wird verschärft.

Auch die nach den ergiebigen Niederschlägen von Anfang Woche angespannte Lage an den Tessiner Seen dürfte sich nicht entspannen. Für den Lago Maggiore und den Lago di Lugano gilt weiterhin die Hochwasser-Gefahrenstufe 3, wie dem Naturgefahrenbulletin des Bundes zu entnehmen ist.

Goldener Übergang in den Winter

Im Mittelland erlebten die Bewohner die Fortsetzung des goldenen Herbstes. Weil sich der Hochnebel am Samstag fast überall auflöste, kamen Fussgänger und Velofahrer in den Genuss von vielen Sonnenstunden.

Und doch wehte in den Städten Genf und Bern ein Hauch Winter durch die Gassen. Vertreter verschiedener Winterferiendestinationen machten in kompletter Skimontur auf die eingeläutete Skisaison aufmerksam. (sda)

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