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Werbeverträge auf Eis gelegtErste Sponsoren gehen auf Distanz zu Woods

Nach Bekanntwerden der Eheprobleme von US-Golfstar Tiger Woods und dessen Ankündigung einer Auszeit ziehen sich erste Sponsoren des vermögenden Athleten zurück. Darunter Rasier-Riese Gillette.

von
ast

Einer der wichtigsten Werbepartner des Golfprofis, der Rasiererhersteller Gillette, kündigte am Samstag an, vorerst nicht mehr mit dem Sportler zu werben. Dies gelte für Fernseh- und Printwerbung genauso wie für öffentliche Auftritte, sagte Unternehmenssprecher Damon Jones. Damit wolle Gillette Woods Bestreben nach einem vorübergehenden Rückzug aus dem öffentlichen Leben unterstützen.

Telefonriese überlegt es sich noch

Der US-Telefonkonzern AT&T will die Geschäftsbeziehung zu Woods zunächst prüfen. Woods wirbt unter anderem mit einem Logo auf seinen Golftaschen für den US-Telefonkonzern.

Ebenfalls auf der Kippe sind die Verträge mit den Unternehmensberatern von Accenture, die Woods in der Werbung als Personifizierung von Integrität und Höchstleistung darstellt. Ein Bild Woods auf der Accenture-Website, das am Freitagabend noch online war, war am Samstag plötzlich verschwunden.

Der Golfstar hat unter anderem auch Werbeverträge mit dem Sportartikelhersteller Nike und dem Energydrink Gatorade. Nike und der Computerspiele-Hersteller EA Sports halten Woods die Stange und haben ihre Unterstützung und weitere Zusammenarbeit zugesichert.

Erster und einziger Sportmilliardär

Woods gab nach tagelangen Spekulationen am Freitag zu, seiner aus Schweden stammenden Frau Elin Nordegren untreu geworden zu sein. «Nach langer Gewissensprüfung habe ich beschlossen, eine unbestimmte Pause vom Profi-Golf einzulegen», erklärte er. «Ich muss mich darauf konzentrieren, ein besserer Ehemann und Vater zu sein.» Woods und seine Frau Elin sind seit fünf Jahren verheiratet. Sie haben eine zweijährige Tochter und einen zehn Monate alten Sohn.

Der 33-Jährige Golfer ist der weltweit erste Sportler, der in seiner Karriere mehr als eine Milliarde Dollar verdient hat. Auf Platz zwei firmiert laut dem Magazin «Forbes» mit rund 800 Millionen Dollar der NBA-Star Michael Jordan. (ast/sda/dapd)

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