Corona-Fall in Basler Bar: Nur wer in der «maskenfreien Zone» tanzte, muss in Quarantäne
Publiziert

Corona-Fall in Basler BarNur wer in der «maskenfreien Zone» tanzte, muss in Quarantäne

Eine 35-jährige Frau, die am Freitagabend in der Basler Bar Rouge getanzt hat, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Rund 40 Personen, die mit ihr in der «maskenfreien Zone» getanzt haben, müssen in Quarantäne.

von
Lukas Hausendorf
1 / 5
In der Bar Rouge hat am 2. Oktober eine Frau gefeiert, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

In der Bar Rouge hat am 2. Oktober eine Frau gefeiert, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Bar Rouge
Unter diesem Umständen mache es keinen Sinn. Gysin zieht nun die Konsequenzen aus den verschärften Corona-Massnahmen und schliesst die beliebte Bar bis auf Weiteres.

Unter diesem Umständen mache es keinen Sinn. Gysin zieht nun die Konsequenzen aus den verschärften Corona-Massnahmen und schliesst die beliebte Bar bis auf Weiteres.

KEYSTONE
In der Bar gilt grundsätzlich Maskenpflicht, es gibt aber eine maskenfreie Zone zum tanzen. 40 Personen, die sich mit der positiv getesteten Frau dort aufgehalten haben, müssen nun in Quarantäne.

In der Bar gilt grundsätzlich Maskenpflicht, es gibt aber eine maskenfreie Zone zum tanzen. 40 Personen, die sich mit der positiv getesteten Frau dort aufgehalten haben, müssen nun in Quarantäne.

Bar Rouge

Zum ersten Mal seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist es im Kanton Basel-Stadt zu einem Coronavirus-Fall in einer Bar gekommen. Eine 35-jährige Frau, die sich am vergangenen Freitagabend, 2. Oktober 2020, in der Bar Rouge aufgehalten hatte, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Basler Gesundheitsdepartement am Montag mit. Die Frau liess sich am Sonntag, 4. Oktober 2020, zusammen mit ihrem Partner auf das Coronavirus testen. Beim Partner fiel der Test ebenfalls positiv aus.

Das Contact Tracing-Team der Medizinischen Dienste des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt hat die auf der Kontaktliste der Bar eingetragenen Personen bereits per SMS informiert. Nun nehme man telefonisch mit ihnen Kontakt auf. «Erfahrungsgemäss können in solchen Befragungen noch weitere Personen gefunden werden, die in Quarantäne müssen, falls beispielsweise ein Paar nur einen Partner registriert hat», erklärt Kantonsarzt Thomas Steffen auf Anfrage.

Maskentragen schützt vor Quarantäne

Der kantonsärztliche Dienst des Gesundheitsdepartements geht aktuell von rund 40 engen Kontaktpersonen aus, die zusammen mit der Frau in der «maskenfreien Zone» getanzt haben. 17 davon sind im Kanton Basel-Stadt wohnhaft.

Personen, die sich gegebenenfalls in der «maskenfreien Zone» aufgehalten haben, ohne entsprechende Registrierung, sollen sich bei den Medizinischen Diensten melden. Jene Gäste, die sich nicht in der maskenfreien Zone bewegten, brauchen vorderhand keine Quarantäne-Anordnung zu befürchten. Wenngleich eine Ansteckung dadurch nicht völlig ausgeschlossen sei, wie Steffen sagt. «Die Wahrscheinlichkeit wird durch das Maskentragen aber erheblich gesenkt.»

Clubs werben für Genuss mit Maske

Die Vereinigung Kultur & Gastronomie, die die Interessen des Basler Nachtlebens vertritt, hat eben erst eine Kampagne lanciert, die mit dem Motto «der Genuss bleibt» für die Akzeptanz der Maske in Bars und Clubs wirbt. Ebenso wirbt sie für die in Basel entwickelte Contact-Tracing Plattform Covtra, die inzwischen zahlreiche Bars und Clubs in der ganzen Schweiz nutzen.

In Basel ist das Niveau der Neuansteckungen mit Covid-19 seit mehreren Wochen konstant auf tiefem Niveau. Über das vergangene Wochenende wurden 24 Personen positiv getestet. Aktuell zählt der Kanton 49 aktive Fälle. Auch im Kanton Baselland, der übers Wochenende 19 Neuinfektionen registrierte, ist das Infektionsgeschehen seit längerer Zeit auf konstant tiefem Niveau.

Deine Meinung

71 Kommentare