Aktualisiert 10.08.2017 18:40

CupfieberErster Ernstkampf SCK – FCL seit über zehn Jahren

Es ist das Derby schlechthin in Luzern, wenn der FCL gegen den SC Kriens spielt. Dennoch wollen einige Fans das Spiel boykottieren – doch der FCL hofft, dass sie sich noch umentscheiden.

von
Simon Wespi
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Über zehn Jahre ist es her, seit der SC Kriens und der FC Luzern in einem Cupspiel gegenüberstanden: 2006 trafen die beiden Mannschaften in der zweiten Runde des Cups aufeinander. Im Bild der Luzerner Jean-Michel Tchouga im Spiel gegen den Krienser Roland Bättig.

Über zehn Jahre ist es her, seit der SC Kriens und der FC Luzern in einem Cupspiel gegenüberstanden: 2006 trafen die beiden Mannschaften in der zweiten Runde des Cups aufeinander. Im Bild der Luzerner Jean-Michel Tchouga im Spiel gegen den Krienser Roland Bättig.

Keystone/Urs Flueeler
Wie schon damals soll es auch heuer wieder ein Fussballfest geben. «Die Vorfreude auf das Cup-Derby ist riesig», sagt Werner Baumgartner, Präsident des SCK. Gespielt wird allerdings nicht wie hier im Kleinfeld, das derzeit neu gebaut wird, sondern in der Swissporarena.

Wie schon damals soll es auch heuer wieder ein Fussballfest geben. «Die Vorfreude auf das Cup-Derby ist riesig», sagt Werner Baumgartner, Präsident des SCK. Gespielt wird allerdings nicht wie hier im Kleinfeld, das derzeit neu gebaut wird, sondern in der Swissporarena.

SCK Supporters
Auf ein grosses Fussballfest freut man sich auch beim FC Luzern, wie dessen Sprecher Max Fischer sagt. «Für Spieler und Zuschauer ist dies eine coole Sache.»

Auf ein grosses Fussballfest freut man sich auch beim FC Luzern, wie dessen Sprecher Max Fischer sagt. «Für Spieler und Zuschauer ist dies eine coole Sache.»

SCK Supporters

Auf dieses Ereignis haben Zentralschweizer Fussball-Fans gewartet. Nach über zehn Jahren stehen sich Kriens und Luzern am Samstag wieder in einem Ernstkampf gegenüber.

«Die Vorfreude auf das Cup-Derby ist riesig»

Beim SC Kriens herrscht eine grosse Euphorie. «Die Vorfreude auf das Cup-Derby ist riesig», sagt Werner Baumgartner, Präsident des SCK. Das Spiel steht ganz im Zeichen «David gegen Goliath». «Die Favoritenrolle liegt klar bei Luzern, wir geben einfach unser bestes», so Baumgartner weiter. Auf ein grosses Fussballfest freut man sich auch beim FC Luzern, wie dessen Sprecher Max Fischer sagt. «Für Spieler und Zuschauer ist dies eine coole Sache.»

Obwohl Unterklassige in den ersten Cuprunden Heimrecht geniessen, findet das Spiel nicht im Stadion Gersag, der temporären Heimstätte der Krienser, sondern in der Swissporarena statt. Dies, weil das neue Stadion im Kleinfeld erst im nächsten Sommer die Tore öffnet. Das Gersag-Stadion hätte für den Cup-Knüller in den Bereichen Sicherheit und Medien stark nachgerüstet werden müssen. Darum hat sich der SCK entschieden, das Derby im FCL-Stadion durchzuführen.

Die USL wird das Spiel boykottieren

Dieser Entscheid sorgte bei vielen Luzerner Anhängern für rote Köpfe. Der Dachverband der Luzerner Fans, die USL, will das Cup-Spiel am Wochenende boykottieren . Sie werden den Match nicht wie gewohnt stimmungsvoll begleiten, stattdessen treffen sie sich in der Innenstadt.

«Der Cup lebt davon, dass unterklassige Clubs alle Hebel in Bewegung setzen, um ihre Heimstätte für ein Fussballfest herzurichten», so die USL. Die Auflagen des Verbandes und die hohen Sicherheitsbestimmungen der Behörden bedrohten diese Cup-Tradition in ihren Grundfesten. Immer wieder würden kleinere Clubs daher der Verlockung erliegen, aus wirtschaftlichen Überlegungen das Heimrecht zu tauschen, argumentieren die USL.

«Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben»

Von Krienser Seite zeigt man sich enttäuscht über die Nachricht. «Es macht keinen Sinn, es ist unverständlich», sagt Baumgartner vom SCK. Aus Luzern ist zu hören: «Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben», so Fischer. Ob sich die Fans der USL noch umentscheiden, wird sich zeigen. Der Wechsel des Stadions schmälert die Vorfreude jedoch überhaupt nicht, führt Baumgartner weiter aus.

SFV machte Kriens keine Auflagen

Auch beim SFV will man die Cup-Tradition wenn immer möglich wahren: «Der SFV will immer, dass der Cup-Charme ‹Klein gegen Gross› so gut wie möglich beibehalten wird», sagt Sprecher Marco von Ah. Ein Abtausch des Heimrechts finde nur in ganz besonderen und begründeten Ausnahmefällen statt. «Der SFV machte keine Auflage, dass das Spiel nicht in Emmenbrücke stattfinden könne», so von Ah weiter. Es sollten jedoch gewisse Ansprüche erfüllt: Unter anderem etwa der Zugang zum ÖV, Parkmöglichkeiten sowie die Gewährleistung der Sicherheit.

Das Cupspiel beginnt um 17.45 Uhr. Tickets für das Derby gibts bei Ticketcorner.

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