Rasante Verbreitung: Affenpocken nun auch in Deutschland angekommen – Patient kommt aus Brasilien
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Rasante VerbreitungAffenpocken nun auch in Deutschland angekommen – Patient kommt aus Brasilien

Die Affenpocken nähern sich der Schweizer Grenze. Nach Italien ist nun auch in Deutschland ein erster Fall gemeldet worden. Der Patient reiste durch mehrere deutsche Städte.

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Der Patient in Deutschland habe die charakteristischen Hautveränderungen gezeigt. (Symbolbild)

Der Patient in Deutschland habe die charakteristischen Hautveränderungen gezeigt. (Symbolbild)

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Weltweit werden immer mehr Fälle von Affenpocken bekannt.

Weltweit werden immer mehr Fälle von Affenpocken bekannt.

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte von Betroffenen auf.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte von Betroffenen auf.

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Darum gehts

Weltweit werden immer mehr Fälle von Affenpocken bekannt. Am Donnerstag ist der erste Fall in Italien bekannt geworden. Am Freitag meldet nun auch unser nördliches Nachbarland Deutschland einen Fall. Wie das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr am Freitag in München mitteilte, wurde das Virus am Donnerstag bei einem Patienten zweifelsfrei nachgewiesen.

Der Patient habe die charakteristischen Hautveränderungen gezeigt. Zuvor reiste der brasilianische Tourist durch Düsseldorf, Frankfurt und landete nun in München in einem Spital. Die WHO beruft jetzt wegen der Affenpocken sogar eine Dringlichkeitssitzung ein, wie «Aftonbladet» schreibt.

Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Hautausschlag

Seit Anfang Mai wurden in mehreren europäischen und nordamerikanischen Ländern Dutzende Verdachtsfälle und bestätigte Infektionen mit Affenpocken gemeldet. Nach ersten Fällen in Grossbritannien meldeten auch Spanien, Portugal, Italien, Schweden und Frankreich sowie die USA und Kanada bestätigte Fälle und Verdachtsfälle.

Zu den Symptomen der Affenpocken beim Menschen gehören Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und ein Ausschlag, der oft im Gesicht beginnt und dann auf andere Körperteile übergreift. Die meisten Menschen erholen sich innerhalb mehrerer Wochen von der Krankheit, ein tödlicher Verlauf ist selten.

Übertragung folgt normalerweise durch engen Kontakt mit Nagetieren

Üblicherweise wird die vor allem in Zentral- und Westafrika verbreitete Krankheit durch engen Kontakt mit infizierten Nagetieren übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist selten und nur bei engem Kontakt möglich, kann aber durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Schorf der Infizierten auftreten, vermutlich auch bei sexuellen Handlungen.

In Nigeria werden seit 2017 vermehrt Infektionen mit Affenpocken bei Menschen diagnostiziert. Laut RKI sind Affen in den afrikanischen Endemiegebieten jedoch nicht die Reservoirtiere.

WHO erinnert an die Hygieneregeln

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief zu einer rigorosen Verfolgung aller Kontakte von Betroffenen auf. Kliniken und Bevölkerung müssten dafür sensibilisiert werden, einen ungewöhnlichen Hautausschlag von Fachpersonal begutachten zu lassen. Erhärte sich der Verdacht auf Affenpocken, sollten Patienten isoliert werden.

Die WHO betont, dass die in der Corona-Pandemie für viele Menschen zur Selbstverständlichkeit gewordene Handhygiene gegen das Risiko einer Übertragung helfe. Dazu gehören gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife sowie Desinfektionsmittel.  

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(AFP/job)

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