Erster Fall von Vogelgrippe-Virus H10N3 beim Menschen in China nachgewiesen
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H10N3Erster Fall von Vogelgrippe beim Menschen in China nachgewiesen

Die Ansteckung gilt als erste von H10N3 bei einem Menschen. Die Behörden erachten die Gefahr einer weiteren Ausbreitung als gering.

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Das Vogelgrippe-Virus tritt sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbetrieben auf. 

Das Vogelgrippe-Virus tritt sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbetrieben auf.

via REUTERS

Darum gehts

  • Erstmals wird ein Fall bekannt, bei dem sich ein Mensch mit dem Vogelgrippe-Virus H10N3 angesteckt hat.

  • Die Krankheit tritt sonst bei Wildvögeln und Geflügelbetrieben auf.

  • In der Schweiz vermeldeten die Behörden erst im Februar eine Ansteckung bei einer Möwe im Kanton Schaffhausen.

In China hat sich ein Mann mit dem Vogelgrippevirus vom Typus H10N3 angesteckt. Es sei möglicherweise das erste Mal, dass ein Mensch sich damit infiziert habe, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. «Das Risiko einer umfangreichen Übertragung ist niedrig», hiess es in einer Mitteilung.

Wild- und Masttiere betroffen

Die chinesische Gesundheitskommission bezeichnete den Virus-Typ H10N3 als schwach pathogen, er führt bei infizierten Vögeln also eher nicht zu schweren Erkrankungen oder zum Tod. Eine Übertragung auf den Menschen wurde demnach bisher noch nie festgestellt.

Die auch als Geflügelpest bezeichnete Vogelgrippe tritt sowohl bei Wildvögeln als auch in Geflügelbetrieben auf. In China wurden schon mehrere Virusstämme nachgewiesen, es kam bisher aber nur selten zu grösseren Ausbrüchen bei Menschen.

Die letzte grössere Vogelgrippe-Welle in China war im Winter 2016/2017 von dem Virus-Typ H7N9 ausgelöst worden. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben sich seit 2013 insgesamt 1668 Menschen mit H7N9 infiziert, 616 Menschen starben.

Fall einer Möwe bekannt

In der Schweiz wurde Anfang Februar ein Fall der Vogelgrippe bei einer Möwe im Kanton Schaffhausen nachgewiesen. Sie trug das Virus HPAI H5N4 in sich. Dabei handelte es sich laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen um den ersten und einzigen Fall im 2021.

Personen, die auf Kadaver von Wildvögeln stossen, sind gebeten, diese vorsichtshalber nicht zu berühren. Der Fund soll einer Polizeistelle oder der Wildhut gemeldet werden.

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(AFP/pco)

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