Technische Probleme: Erster Privatflug zur ISS startet am 7. Mai
Aktualisiert

Technische ProblemeErster Privatflug zur ISS startet am 7. Mai

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX musste den Start des ersten privaten Raumschiffs zur ISS verschieben. Der Flug soll nun am 7. Mai stattfinden.

von
jcg

Der erste Start einer privaten Raumkapsel zur Internationalen Raumstation ISS soll am 7. Mai stattfinden. Auf dieses Datum hätten sich SpaceX und die US-Raumfahrtbehörde NASA geeinigt, teilte eine Sprecherin des Unternehmens am Dienstag (Ortszeit) mit.

Auch die NASA bestätigte den Termin. Am Montag hatte das Privatunternehmen den für den 30. April geplanten Start der Falcon-9-Rakete verschoben, um mehr Tests mit den Computercodes für das Andockmanöver vornehmen zu können. Die Raumkapsel «Dragon» soll sich der ISS zunächst auf eine Distanz von 2,5 Kilometern nähern. Dort sollen diverse Test bestätigen, dass ein Andockmanöver erfolgreich absolviert werden kann. Auch ein Abbruch der Mission wird simuliert.

Das Andockmanöver ist dann so geplant, dass sich die wiederverwendbare Raumkapsel der Raumstation weiter nähert und dann von den Astronauten an Bord der ISS mit einem Roboterarm an die Station herangezogen wird.

Fracht für die ISS

Die «Dragon» soll 521 Kilogramm Fracht zur ISS liefern und drei Wochen später 660 Kilogramm Ladung wieder mit zur Erde zurücknehmen. Im Dezember 2010 hatte SpaceX als erste Privatfirma eine Raumkapsel ins All und zur Erde zurückbefördert.

Der Vertrag mit der NASA sieht vor, dass das US-Unternehmen für 1,6 Milliarden Dollar zwölf Versorgungsflüge zur ISS gewährleistet und rund 20 Tonnen Material dorthin verfrachtet.

Die «Dragon» wiegt sechs Tonnen. Sie ist 5,20 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 3,60 Metern. Bei der Rückkehr soll sie vor der Küste Kaliforniens im Pazifik landen. (jcg/sda)

Ausgelagerte Raumfahrt

Der Flug der «Dragon»-Kapsel zur ISS wird im Rahmen des COTS-Programms der Nasa durchgeführt. COTS steht für «Commercial Orbital Transportation Services», zu deutsch Kommerzielle Transportdienste in die Erdumlaufbahn. Mit diesem Programm unterstützt die NASA bis mindestens 2015 die die Entwicklung und den Test von Fluggeräten privater Anbieter.

Nach der Testphase werden die kommerziellen Verorgungsflüge zur ISS im Rahmen des CRS-Programms («Commercial Resupply Services», Kommerzielle Versorgungsdienste) stattfinden. Diese Missionen wurden rechtlich bindend vergeben. SpaceX hat von der Nasa Ende 2008 einen mit 1,6 Milliarden Dollar dotierten Auftrag über 12 Flüge erhalten. Die Konkurrenzfirma Orbital Sciences Corporation soll 8 Flüge für 1,9 Milliarden Dollar absolvieren.

Deine Meinung