Aktualisiert 25.06.2009 20:01

BankgeheimnisErster Prozess wegen UBS-Daten

Der erste Fall auf Grund der ausgehändigten UBS-Kundenliste ist vor Gericht: Ein wohlhabender Buchhalter aus Florida hat zugegeben, über Konten der UBS Steuern hinterzogen zu haben.

Der 55-jährige amerikanisch-südafrikanische Doppelbürger plädiere auf schuldig, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag in Fort Lauderdale mit.

Es handelt sich um den ersten Fall auf Grund der von der Schweizer Grossbank an die US-Justiz ausgehändigten Kundenliste. Der Betroffene räume ein, für das Jahr 2004 falsche Steuerangaben gemacht zu haben. Mit dem Schulbekenntnis will er für das Jahr mit dem höchsten Kontenstand - 2004 - eine um 50 Prozent reduzierte Strafe akzeptieren. Die Steuerfahndung wirft ihm vor, Einkommen aus Erlösen von 2001 bis 2007 nicht deklariert zu haben. Das Urteil soll am kommenden 30. September gefällt werden. Dem Buchhalter droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Eine Stellungnahme seines Anwalts lag vorerst nicht vor.

Der für eine Firma im internationalen Yachtgeschäft tätige Buchhalter war Anfang April verhaftet und nach sieben Tagen gegen eine Kaution von zwölf Millionen Dollar wieder freigelassen worden. Ihm wurde ein nächtliches Ausgehverbot und das Tragen eines elektronischen Armbands auferlegt. Er darf zudem Südflorida nicht verlassen und musste die Schlüssel seines Boots wie auch die beiden Pässe abliefern. Er besitzt neben seinem Haus in Boca Raton in Florida auch eine Wohnung in Israel. (dapd)

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