Zahlreiche Unfälle: Erster Schnee erwischt Autofahrer eiskalt
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Zahlreiche UnfälleErster Schnee erwischt Autofahrer eiskalt

Nach einem ersten Wintergruss Anfang Oktober ist am Mittwoch Schnee bis mittlere Lagen gefallen. In Zürich und in Schaffhausen fielen erste Flocken. In Graubünden kam es bei teilweise prekären Strassenverhältnissen zu etlichen Unfällen.

Die Kaltfront, die seit Montag die Finger kalt werden lässt, liegt gemäss SFMeteo genau über den Alpen. Seither fiel in der ganzen Schweiz intensiver Regen - und am Mittwoch gar Schnee. So durften Zürcherinnen und Zürcher am Mittag die tanzenden Flocken geniessen.

Auch in Schaffhausen und im Zürcher Unterland fiel Schnee. Der Zürichberg war zeitweise weiss gezuckert. Auch der Gurten bei Bern trug am Mittwoch eine Haube, doch hält sich der Schnee auf den noch warmen Böden nicht lange. In Bern und Basel lag die Schneefallgrenze bei 800 Metern.

Im Süden hat feucht-milde Luft vom Mittelmeer her zu intensiven und langanhaltenden Niederschlägen geführt. Am meisten Regen wurde im oberen Maggiatal, in San Bernardino und in Hinterrhein gemessen. In Andermatt UR fielen über Nacht 24 Zentimeter Schnee, wie ein Sprecher von MeteoSchweiz gegenüber der Nachrichtenagentur SDA ausführte.

Alpenübergänge zu

Wegen des Wintereinbruchs waren viele Alpenpässe gesperrt, so Susten, Furka, Oberalp, Nufenen, Klausen, Splügen, Gotthard und San Bernardino. Schneebedeckt waren unter anderem Julier, Ofen und Umbrail. Am Mittwochnachmittag war gemäss ViaSuisse auf der A13 die Strecke zwischen Andeer und dem San-Bernardino-Tunnel für den Schwerverkehr gesperrt.

In Graubünden brachten der Wintereinbruch und teilweise prekäre Strassenverhältnisse zahlreiche Fahrzeuglenker in Schwierigkeiten. Bis am frühen Abend meldete die Polizei elf Verkehrsunfälle. Es gab Verletzte und Sachschäden.

Der schwerste Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen auf der A13 zwischen Zillis und Andeer. Beim Zusammenstoss zweier Autos wurden fünf Personen verletzt.

In Bivio, Vals, Churwalden und auf dem Berninapass kam es zu Selbstunfällen. An Kollisionen in Davos, Sufers, Parpan, Hinterrhein und St. Moritz waren jeweils zwei und mehr Fahrzeuge beteiligt.

Auch die Rhätische Bahn bekam den Winter zu spüren: Ein umgestürzter Bau legte einen Abschnitt der Albula-Strecke lahm und erschwerte Reisen via Albula ins Engadin. Weil zwischen Tiefencastel und Solis die Fahrleitung beschädigt wurde, mussten die Reisenden am Mittwoch bis Betriebsschluss in Busse umsteigen.

Am Vormittag hatte die A13 für den Schwerverkehr während rund zwei Stunden gesperrt werden müssen. Als die Schneefälle wieder intensiver wurden, hielt die Polizei den Schwerverkehr auf der Autobahn um etwa 14 Uhr erneut für knapp zwei Stunden an.

Lawinengefahr örtlich beschränkt

Mit dem Schneefall werden auch die Lawinen wieder aktuell. Wie das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF auf seiner Internetseite schreibt, sind die Gefahrenstellen aber relativ stark eingeschränkt.

Vor allem dort, wo bereits Altschnee lag, können Schneebrettlawinen ausgelöst werden. Unterhalb von etwa 2700 Metern sei die Lawinensituation deutlich weniger heikel. (dapd)

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