Aktualisiert 21.04.2006 14:22

Erster Sieg für einen Luxemburger - Wesemann Zweiter

Das seit 1966 ausgetragene Gold Race ist erstmals mit dem Sieg eines Rennfahrers aus Luxemburg zu Ende gegangen. Franck Schleck, ein Teamkollege von Fabian Cancellara, siegte in Valkenburg mit rund einer halben Minute Vorsprung vor dem Neo-Schweizer Steffen Wesemann.

Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag setzte sich Schleck neun Kilomter vor dem Ziel des 253 km langen Rennens aus einer neunköpfigen Vorhut ab. Obschon 31 zum Teil ruppige Steigungen zu bewältigen waren, fiel die Entscheidung in der Fläche. Wesemann hatte im Finale mit Patrick Sinkewitz und Sergej Ivanov zwar zwei Teamkollegen zur Seite, es gelang aber nicht mehr, Schleck einzuholen. Wesemann löste sich auch noch aus der Verfolgergruppe und erreichte das Ziel ebenfalls solo.

Der im letzten Jahr eingebürgerte Deutsche Wesemann hinterliess von den Schweizern den mit Abstand stärksten Eindruck. Gut 35 Kilometer setzte er sich mit Exweltmeister Igor Astarloa aus Spanien und dem Italiener Leonardo Bertagnolli an die Spitze. Bertagnoli und Astarloa mussten Wesenmann ziehen lassen. Rund 15 Kilometer vor dem Ziel schloss der italienische Olympiasieger Paolo Bettini zum in Küttigen im Kanton Aargau wohnenden Wesemann auf. Kurz danach wurde das Spitzenduo aber wieder gestellt.

Das Schweizer Team Phonak war 50 Kilometer vor dem Ziel noch mit einem halben Dutzend Fahrern dabei. Einen starken Eindruck hinterliess zunächst vorab der Holländer Koos Moerenhout. Als es zur Entscheidung kam, vermochte sich der Spanier Miguel Perdiguero, der schliesslich auf dem 7. Platz landete, in Szene zu setzen.

Markus Zberg, der 2000 als Dritter als letzter Schweizer beim Gold Race aufs Podium kam, wurde 30 Kilometer vor dem Ziel Opfer eines Defekts.

Während mehr als 100 Kilometern pedalte der Thurgauer Michael Albasini an der Spitze des Rennens. Knapp 60 Kilometer vor dem Ziel wurde der Schweizer, der mit der Nummer 1 startete, mit seinem letzten Begleiter, dem Belgier Erwin Thijs, eingeholt. Insbesondere das holländische Team Rabobank sorgte im Feld dafür, dass die Vorhut mit Albasini die Waffen strecken musste.

(si)

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