93 Tage auf See: Erster Stand-up-Paddler überquert den Atlantik
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93 Tage auf SeeErster Stand-up-Paddler überquert den Atlantik

Drei Monate paddelte Chris Bertish, was das Zeug hielt, und trotzte Stürmen und Haien. Am Ende wurde er für seine Hartnäckigkeit belohnt.

von
mlr
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Chris Bertish in Siegerpose: Der Südafrikaner überquerte auf einem Stand-up-Paddleboard den Atlantik.

Chris Bertish in Siegerpose: Der Südafrikaner überquerte auf einem Stand-up-Paddleboard den Atlantik.

Facebook/@OfficialChrisBertish
Am 9. März 2017 erreicht er nach 93 Tagen auf hoher See die Karibikinsel Antigua.

Am 9. März 2017 erreicht er nach 93 Tagen auf hoher See die Karibikinsel Antigua.

Facebook/@OfficialChrisBertish
Jeden Tag paddelte der 42-Jährige im Schnitt 70 Kilometer.

Jeden Tag paddelte der 42-Jährige im Schnitt 70 Kilometer.

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Chris Bertish hat eine lange Reise hinter sich: Der Südafrikaner hat es als erster Mensch auf einem Stand-up-Paddleboard über den Atlantischen Ozean geschafft. Der Surfer und Segler startete im marokkanischen Agadir. Nach 93 Tagen und gut 6500 Kilometern erreichte der 42-Jährige, der allein unterwegs war, am Donnerstag die Karibikinsel Antigua.

Auf seiner Facebook-Seite beschrieb Bertish während seiner Reise die Kämpfe, die er allein auszufechten hatte, seine Probleme mit Haien, Stürmen und der Einsamkeit auf hoher See.

Eine Rettungsinsel für den Notfall

Unterwegs war der Wassersportler gemäss dem «Guardian» auf einem speziell angefertigten rund sechs Meter langen Brett, das umgerechnet 120'000 Franken gekostet hatte. Der vordere Teil des Boards besteht aus einer Kabine, in der Bertish sich sitzend ausruhen konnte. Auf einem kleinen Schlafplatz deponierte er ausserdem sein Equipment wie Satellitentelefon, GPS-System, Solar-Panele und Wasservorräte.

Wenn ein Sturm aufzog, suchte der Abenteurer Schutz in seiner Kabine – mehrere Anker hielten die Konstruktion dann stabil. Auch für den Notfall hatte Bertish vorgesorgt: Fackeln, eine Rettungsinsel und eine Notfalltasche hatte er mit an Bord.

Rauchfleisch und Protein-Shakes

Bertish war jeden Tag durchschnittlich 70 Kilometer unterwegs – meistens nachts, um sich vor der brennenden Sonne zu schützen. Seine tägliche Kalorienration bezog der Paddler vor allem über Protein-Shakes, gefriergetrocknete Fertigmahlzeiten und gesalzenes Rauchfleisch.

Der Erfolg des Südafrikaners ist nicht selbstverständlich. Letztes Jahr war der Franzose Nicolas Jarossay mit einem ähnlichen Unterfangen gescheitert. Nach nur einer Woche auf dem Ozean musste Jarossay gerettet werden, wie Supracer.com damals berichtete.

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