Erster Weltrekord an EM in Budapest
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Erster Weltrekord an EM in Budapest

Die deutsche 4x100-m-Crawlstaffel der Frauen hat am Eröffnungstag der Langbahn-EM in Budapest für den ersten Weltrekord gesorgt.

Für den ersten Weltrekord in der ungarischen Hauptstadt sorgte die deutsche 4x100-m-Crawlstaffel der Frauen. Petra Dallmann, Daniela Götz, Britta Steffen und Annika Liebs waren in 3:35,22 um 72 Hundertstel schneller als die Australierinnen bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen.

Für die Französin Laure Manaudou, die von acht Goldmedaillen geträumt hatte, gab es gleich zum Auftakt einen herben Dämpfer. Die 19-Jährige belegte in den Vorläufen über 400 m Lagen lediglich den 18. Platz und musste damit im Final zuschauen. Mit 4:54,61 schwamm sie um mehr als 14 Sekunden langsamer als bei ihrer Bestzeit im Mai an den französischen Meisterschaften. Vor allem auf der Brust- und Crawlstrecke zeigte sie eine desolate Leistung, die nur schwer nachvollziehbar ist. Sie habe nicht gewusst, wie sie schwimmen solle, erklärte Manaudou sichtlich ratlos. «Vielleicht habe ich in der vergangenen Woche zu hart trainiert, wodurch ich zu wenig Erholung hatte.»

Die Goldmedaille über 400 m Lagen gewann Alessia Filippi. Die 19-jährige Italienerin schob sich in der ewigen Weltbestenliste mit 4:35,80 auf Rang 4 vor. Von den Europäerinnen schwamm bislang einzig die ukrainische Weltrekordhalterin Jana Klotschkowa schneller. Den zweiten Einzeltitel am ersten Tag sicherte sich der russische WM-Zweite Juri Prilukow über 400 m Crawl. Der Italiener Emiliano Brembilla, der 2002 und 2004 auf dieser Strecke das oberste EM-Podest bestiegen hatte, verpasste als 13. der Vorläufe das finale Rendez-vous. (si)

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