Erstes christliches Radio will schweizweit senden
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Erstes christliches Radio will schweizweit senden

Ab März 2008 will das katholische Radio Gloria rund um die Uhr schweizweit senden und vor allem Nichtgläubige erreichen. Ein Experte ist skeptisch.

Rosenkränze, Stundengebete und Nachrichtensendungen: Mit dieser Mischung will das katholische Radio Gloria neue Christen gewinnen. Zurzeit läuft im Studio im Kloster Baldegg ein einmonatiger Betrieb – doch schon ab März will der Zentralschweizer Sender über Kabel, Internet und Satellit in der ganzen Schweiz empfangbar sein.

Die Finanzen für den Start des Senders sind gesichert. «Um den Betrieb aufrechterhalten zu können, sind wir auf zusätzliche Sponsoren angewiesen», sagt Sendeleiter Peter Galliker. Die ersten Geldgeber stammen laut Insidern aus dem erzkonservativen Flügel der katholischen Kirche.

Der Sender will laut Galliker langfristig möglichst missionarisch wirken. Zielpublikum sind deshalb vor allem Nichtgläubige. Religionsexperte Georg Otto Schmid gibt diesem Ansinnen aber kaum Chancen. «Übers Radio zu missionieren funktioniert nur schlecht, weil der persönliche Kontakt fehlt.» Ein weiteres Problem ortet Schmid im stark auf den Papst ausgerichteten Programm. «In der Schweiz fehlt die ausgeprägte Treue zum Vatikan.»

Renata Schmid

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