Erstfeld: Das ist der Täter

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Erstfeld: Das ist der Täter

Unglaubliche Gewalttat vor einem Urner Striplokal: Ein Algerier schnitt zwei Schweizern von Hinten die Kehle durch. Der mutmassliche Täter Ali Sebti ist flüchtig und laut Polizei «äusserst gewaltbereit».

Das Verbrechen ereignete sich am Freitag um 3.30 Uhr in der «Taverne». Der mutmassliche Täter, ein 40-jähriger, in Erstfeld wohnhafter Asylbewerber aus Algerien, ging nach Angaben der Polizei unvermittelt und äusserst heftig auf die Opfer los.

Die Opfer, alles erwachsene Urner, erlitten schwere Verletzungen, teils auch an der Kehle. Zwei Barbesucher wurden getötet, ein dritter schwer verletzt. Der Wirt erlitt mittelschwere Verletzungen. Die Animierdamen konnten sich ins Obergeschoss retten.

Die Tatwaffe wurde nicht aufgefunden. Die Verletzungen liessen darauf schliessen, dass es sich um ein «normales Messer» gehandelt habe, sagte Reto Habermacher, Kommandant der Urner Kantonspolizei, vor den Medien.

Fahndungsaufruf

Ersten Angaben zufolge flüchtete der mutmassliche Täter nach der Messerstecherei ins Nachbarhaus. Die Sondereinheit der Polizei, die «Luchse», stürmte das Gebäude, konnte den Mann aber nicht finden.

Nach dem Flüchtigen wird international gefahndet. Am Abend erliess die Polizei in den Medien einen Fahndungsaufruf und warnte gleichzeitig vor der Gewaltbereitschaft des Gesuchten.

Die drei angegriffenen Barbesucher und der mutmassliche Täter hatten sich nach bisherigem Ermittlungsstand vor der Tat in einem Restaurant getroffen und dort einen verbalen Disput ausgetragen. Darauf begaben sich Opfer und Täter getrennt in die «Taverne».

Unerklärliche Tat

Wieso der Mann nach dem Disput derart ausrastete, kann sich die Polizei nicht erklären. Gemäss Habermacher war er zuvor nicht als gewalttätig aufgefallen. Dass das Delikt mit der organisierten Kriminalität oder dem Rotlicht-Milieu zu tun habe, schloss er aus.

Die Kantonspolizei Uri wird bei ihren Ermittlungen vom Wissenschaftlichen Dienst der Stadtpolizei Zürich unterstützt. Im Einsatz standen 30 Polizisten und ein Polizeihund. (dapd)

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